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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow

    Lawrow: Russland mit der Lösung der Mistral-Frage zufrieden

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    Streit um Mistral-Kriegsschiffe (93)
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    Russland ist damit zufrieden, wie sich die Situation um die Mistral-Schiffe geklärt hat, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. Als Entschädigung habe Moskau „sehr gutes Geld erhalten“, „wir haben da keine Hintergedanken“, so Lawrow.

    Der Vertrag war 2011 zwischen der französischen Werft DCNS/STX und dem russischen Rüstungskonzern Rosoboronexport geschlossen worden. Das erste Schiff – „Wladiwostok“ – sollte im November 2014 ausgeliefert werden. Paris legte den Deal aber wegen des Ukraine-Konfliktes auf Eis. Die beiden Mistral-Schiffe hatten 1,2 Milliarden Euro gekostet.

    Die Präsidenten Russlands und Frankreichs, Wladimir Putin und Francois Hollande, hatten sich am 5. August darauf geeinigt, den Vertrag über den Bau und die Auslieferung der Schiffe aufzukündigen. Nachdem Frankreich die russischen Ausrüstungen, die auf den Mistral-Schiffen installiert wurden, zurückgegeben hat, kann es nun über die beiden Hubschrauberträger nach eigenem Ermessen verfügen.

    Zuvor wurde berichtet, dass der französische Präsident Francois Hollande mit seinem ägyptischen Amtskollegen Abdel Fath as-Sisi die Bedingungen für den Verkauf der beiden Schiffe an Ägypten vereinbart hat.

    „Wir sind damit zufrieden, wie alles geklärt wurde. Wir haben da keinerlei Hintergedanken“, sagte der russische Außenminister dem venezolanischen Staatsfernsehen.

    „Frankreich hat den Beschluss gefasst, seine Verpflichtungen laut dem Vertrag nicht zu erfüllen und auf die Ukraine-Krise verwiesen. Das sah merkwürdig aus, allerdings war es die Entscheidung der französischen Seite. Wir sagten, dass wir nicht versuchen werden, Frankreich zur Änderung dieses Beschlusses zu bewegen. Wir baten um eine Erstattung der Kosten und erhielten dann auch das Geld in vollem Maße und zwar nicht nur das, was wir an die französischen Partner tatsächlich gezahlt, sondern auch das, was wir für den Bau einzelner Teile der Hubschrauber in unseren Werften sowie für die Ausbildung des Personals ausgegeben hatten“, sagte Lawrow.

    Laut dem russischen Chefdiplomaten ist Russland „nicht beleidigt oder enttäuscht: Wir haben sehr gutes Geld bekommen, das uns gerade zu Recht kommt“. „In dem, was uns angeht, ist die Frage erledigt“, unterstrich Lawrow.

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    Mistral, DCNS/STX, Rosoboronexport, Sergej Lawrow, Frankreich, Russland, Ägypten