14:31 24 Juni 2019
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    Moschee in Syrien

    Moskau: IS will Moscheen in syrischen Städten sprengen und Russland anschuldigen

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    Russland vs. Islamischer Staat (889)
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    Das Verteidigungsministerium Russlands schließt nicht aus, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Provokationen in syrischen Städten vorbereitet. „Der IS könnte Moscheen sprengen, um Russland dafür verantwortlich zu machen“, sagte Ministeriumssprecher Generalmajor Igor Konaschenkow am Dienstag in Moskau.

    „Zudem verlegen die Terroristen ihre schweren Waffen in Wohnviertel syrischer Städte. Sie haben die Effektivität unserer Aufklärung anerkannt, die gut getarnte Depots für Kampftechnik ortet, und unternehmen jetzt Anstrengungen, um diese Technik in Städten zu stationieren“, sagte der Militär. „Dabei wird diese Technik hauptsächlich vor Moscheen aufgestellt, denn die Terroristen wissen ganz gut, dass die russische Luftwaffe Moscheen nie angreifen wird“, sagte der General.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit dem vergangenen Mittwoch Raketen- und Bombenangriffe gegen Objekte des Islamischen Staates in Syrien. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ermöglicht der Einsatz moderner Su-34-Bomber Präzisionsschläge gegen den IS auf dem gesamten Territorium Syriens.

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    Exklusiv-Video: So werden IS-Stellungen präzise angegriffen

    Der syrische Botschafter in Russland, Riad Haddad, bestätigte in Moskau, dass die russischen Angriffe ausschließlich auf Objekte bewaffneter Gruppierungen geflogen werden. Die Opposition und die Zivilbevölkerung seien nicht in Mitleidenschaft gezogen. „Die syrische Armee verfügt über genaue Koordinaten von IS-Objekten im Land“, sagte der Diplomat.

    Luftwaffenoperation in Syrien
    © REUTERS / Ministry of Defence of the Russian Federation

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau bleibt die zivile Infrastruktur in Syrien bei Bombenangriffen der russischen Luftwaffe auf Ziele der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unversehrt. Für ihre Schläge nutzt die Luftwaffe präzise Aufklärungsdaten vom Stab der syrischen Armee.

    Der russischen Außenamtssprecherin Maria Sacharowa zufolge handele es sich bei den Berichten über angebliche Opfer unter friedlichen Einwohnern um einen „Informationskrieg“.

     

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