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    Russland schlägt dem Westen Datenaustausch zum IS vor – Bislang keine Antwort

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    Russland vs. Islamischer Staat (889)
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    Russland hat westlichen Partnern einen Austausch der Koordinaten von Objekten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeschlagen. „Die Antwort bleibt bislang aus“, sagte der Chef der Operativen Hauptabteilung beim Generalstab der russischen Streitkräfte, Generaloberst Andrej Kartapolow, am Mittwoch in Moskau.

    „Das heißt, dass unsere Partner solche Koordinaten entweder nicht haben oder – aus welchem Grund auch immer – nicht wollen, dass wir diese Objekte des Islamischen Staates angreifen. Die Ursache bleibt für uns unklar.“

    Der General teilte ferner mit, dass Russland mehrere bereits geplante Raketen- und Bombenangriffe auf Positionen des IS in Syrien stoppen musste, weil die Terroristen, die über bevorstehende Einsätze der russischen Luftwaffe allem Anschein nach informiert wurden, ihre Positionen verließen. „Dabei versteckten sie sich in Siedlungen und in der Nähe religiöser Einrichtungen.“

    In diesem Zusammenhang sagte Kartapolow, dass Objekte der Terroristen, die sich in Siedlungen befinden, von Russland nicht als Ziele betrachtet werden.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit dem vergangenen Mittwoch Raketen- und Bombenangriffe gegen Objekte des Islamischen Staates in Syrien. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ermöglicht der Einsatz moderner Su-34-Bomber Präzisionsschläge gegen den IS auf dem gesamten Territorium Syriens.

    Der syrische Botschafter in Russland, Riad Haddad, bestätigte in Moskau, dass die russischen Angriffe ausschließlich auf Objekte bewaffneter Gruppierungen geflogen werden. Die Opposition und die Zivilbevölkerung seien nicht in Mitleidenschaft gezogen. „Die syrische Armee verfügt über genaue Koordinaten von IS-Objekten im Land“, sagte der Diplomat.

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    Terrormiliz Daesh, Su-34, Andrej Kartapolow, Syrien, Russland