01:00 22 April 2019
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    Russischer Kampfjet Su-24 auf dem Stützpunkt Hmeimim bei Latakia

    Kampf gegen IS: Russlands „smarte“ Bomben und Raketen

    © Sputnik / Dmitri Vinogradov
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    Russland vs. Islamischer Staat (889)
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    Russland setzt beim Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischen Staat” (IS) in Syrien Bomben und Raketen ein, die mit modernsten Zielanweisungssystemen ausgerüstet sind.

    Dank ihrer hochpräzisen Waffen können die russischen Kampfjets hoch genug fliegen, wo sie die mobilen Luftabwehrsysteme der Terroristen nicht zu befürchten brauchen.

    Die hochpräzisen Bomben nutzen bei der Zielanweisung das russische Navigationssystem GLONASS, wobei die Raketen vom jeweiligen Richtschützen oder vom Zielanweisungssystem angeleitet werden.

    Bei den Waffen, die bei gezielten Einzelschlägen gegen Stellungen der Terroristen eingesetzt werden, handelt es sich um lenkbare Flugzeugbomben KAB, von denen es zwei Modifikationen gibt: KAB-250 und KAB-500.

    Die Flugbahn der KAB-250-Bombe wird bereits nach der Trennung vom Kampfjet-Flügel mithilfe des GLONASS-Systems korrigiert. Die Koordinaten wird vom Flugzeug übermittelt. Damit beträgt die Abweichung vom Ziel höchstens zwei Meter, unabhängig von Jahreszeit und Wetterbedingungen. Das ermöglicht die Vernichtung von IS-Objekten ohne zivile Opfer.

    Diese Bombe wurde speziell für den Kampfjet der fünften Generation T-50 (PAK FA) entwickelt. Sie wird im Flugzeugrumpf installiert.

    KAB-250-Bomben sind auch für andere moderne russische Kampfjets wie Su-34 geeignet, die sie aus einer Höhe von 5000 Metern auf angepeilte IS-Objekte abwerfen.

    Die lenkbaren Flugzeugbomben KAB-500S (die Anweisung erfolgt dank dem GLONASS-System) sind zur Bekämpfung von Zielen verschiedener Klassen unabhängig von Tageszeit und Wetterbedingungen geeignet.

    Eine KAB-500S-Bombe kostet schätzungsweise drei Millionen Rubel (umgerechnet etwa 43 000 Euro nach dem aktuellen Wechselkurs).

    H-25L (Nato-Code: AS-10 Karen)
    © Foto : Russian Defence Ministry
    H-25L (Nato-Code: AS-10 Karen)

    In Syrien werden zudem hochpräzise Flugzeugraketen der Luft-Boden-Klasse eingesetzt: H25- und H29-Raketen mit Laser-Zielanweisung.

    H-29L (Nato-Code: AS-14 Kedge)
    H-29L (Nato-Code: AS-14 Kedge)

    Nach dem Schuss nimmt der Pilot mit einem Laser das Ziel ins Visier. Dabei kann das Flugzeug sein Manöver fortsetzen.

    Der Präzisionsradius dieser Raketen liegt bei zwei Metern.

    Su-24 und Su-25-Bomber benutzen zudem auch unlenkbare Flugzeugbomben. Das „kluge“ Zielanweisungssystem gestattet es Piloten, die Bomben absolut präzise abzuwerfen.

    IS-Kommandostellen befinden sich üblicherweise in unterirdischen Bunkern aus Stahlbeton. Für ihre Vernichtung sind stärkere Bomben des Typs BETAB-500 nötig.

    Wenn eine BETAB-500-Bombe, von einem Raketenbeschleuniger beschleunigt, das Ziel trifft und explodiert, wird das jeweilige unterirdische Objekt total zerstört.

    OFAB-250
    © Sputnik / Dmitry Vinogradov
    OFAB-250

    Auch Splittersprengbomben OFAB-250 wurden unter den Flügeln der Su-Kampfjets auf dem Flugplatz Hmeimim gesichtet. Diese Geschosse sind für die Vernichtung von ungeschützten Zielen, wie Trainingslager der Terroristen oder Munitionslager, bestimmt.

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    Terrormiliz Daesh, Anti-Terror-Kampf, Waffen, Terrorismus, OFAB-250, BETAB-500, H-29L, H-25L, KAB-500, KAB-250, Su-34, Su-24, Su-25, T-50-Kampfjet, GLONASS, Syrien, Russland