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22:15 20 Oktober 2019
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    Ukrainischer Premier Arsenij Jazenjuk

    Kiew: Zehnmal mehr Waffen für ukrainische Armee in diesem Jahr

    © AP Photo / Manuel Balce Ceneta
    Militär
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    Waffenlieferungen an Ukraine (115)
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    Die Regierung der Ukraine hat in diesem Jahr mehr als 90 Milliarden Griwna (zirka vier Milliarden US-Dollar – d. Red.) für die Festigung der Verteidigungsfähigkeit des Landes bereitgestellt, sagte der Premier des Landes, Arseni Jazenjuk, in einem Interview für die Sendung „Zehn Minuten mit dem Premierminister“.

    Die Lieferung von Waffen für die Belange der Armee wird um mehr als das Zehnfache erhöht. „Wir haben die Finanzierung der Verteidigungsausgaben gesichert. Das sind mehrere Dutzend Milliarden Griwna.“

    Jazenjuk zufolge hat der staatliche Rüstungskonzern Ukroboronprom die Truppen im Jahr 2015 mit mehr als 4.000 Stück neuer bzw. modernisierter Waffen und Technik versorgt, was um das 36-fache mehr ist als im vorigen Jahr.

    Neben der Armeeausrüstung erfolge auch die Erhöhung des Solds für die Teilnehmer am Sondereinsatz im Osten der Ukraine. Vorgesehen sei auch eine Rehabilitierung derjenigen, die aus dem Konfliktraum zurückkehren.

    Der Regierungschef fügte hinzu, die Teilnehmer der Sonderoperation müssten den Grundstock für eine neue ukrainische Vertragsarmee bilden. Im Land solle unter anderem ein Korps für operative Reaktion gebildet werden, das gegen die organisierte Kriminalität kämpfen werde.

    Ferner erinnerte Jazenjuk daran, dass die US-Regierung die ukrainische Armee mit moderner Technik ausgestattet habe. „Die Zahl der Abwehrmittel wird weiter steigen“, so der ukrainische Regierungschef.

    Im April 2014 hatte die ukrainische Staatsführung eine militärische Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine begonnen, die mit dem Februar-Staatsstreich nicht einverstanden gewesen waren. Jüngsten UN-Angaben zufolge sind im Laufe des Konflikts bereits mehr als 6.800 Zivilisten ums Leben gekommen.

    Die Beilegung der Situation im Donbass wird unter anderem bei den Treffen der Kontaktgruppe in Minsk besprochen, die seit September des vorigen Jahres drei Dokumente zur Beilegung des Konflikts beschlossen hat. Das letzte Dokument vom 12. Februar sieht einen Waffenstillstand, den Abzug der schweren Waffen und die Einrichtung einer Sicherheitszone vor.

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    Tags:
    Konflikt, Verteidigung, Waffenlieferungen, Waffen, Ukraine-Kontaktgruppe, US-Regierung, Ukroboronprom, Uno, Arsseni Jazenjuk, Minsk, Donbass, Ukraine