02:52 18 Juli 2018
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    Heftige Kämpfe in Vorort von Damaskus

    Syrische Armee setzt Offensive in Stadtviertel von Damaskus fort

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    Nach Angaben eines Reporters der Agentur RIA Novosti hat die syrische Armee ihre Offensive im Stadtteil Jobar von Damaskus fortgesetzt. Um jedes Gebäude in dem Stadtteil sind heftige Kämpfe entbrannt.

    Durch Geheimtunnel zwischen den umzingelten Häusern können die Terroristen ins Hinterland der syrischen Armee flüchten.

    Jobar ist ein Viertel am Stadtrand von Damaskus. Vor dem Krieg wohnten hier etwa 300.000 Menschen. Der Großteil der Zivilisten hat den Stadtteil verlassen, einige von ihnen flüchteten nach Europa.

    Früher war Jobar eine jüdische Siedlung gewesen. Mit der Zeit entwickelte sich das Dorf in ein Stadtviertel. Es liegt zwei Kilometer von der Altstadt von Damaskus entfernt. 2012 kam es hier zu Gefechten zwischen Islamisten und der syrischen Armee. Die Terroristen, die das Viertel unter ihre Kontrolle gebracht hatten, zerstörten die alte Synagoge, die der Legende nach der Prophet Elisäus aus dem Alten Testament über der Erdhöhle bauen ließ, in der sich der Prophet Ilija verbarg.

    Jetzt kontrollieren Terroristen der Gruppierung „Dschebhat an-Nusra“ (syrischer Ableger der „Al-Qaida“) das Stadtviertel. Von hier aus beschossen die Terroristen andere Stadtviertel von Damaskus. Am 21. September schlugen zwei Sprengsätze auf dem Gelände der russischen Botschaft ein.

    Im Oktober starteten die syrischen Regierungstruppen und die Bürgerwehr eine Offensive gegen die Terroristen in Jobar. Dem RIA-Novosti-Berichterstatter zufolge wird Artillerie in Stellung gebracht. Vom Zentrum von Damaskus aus nimmt die syrische Armee die IS-Stellungen in Jobar unter Beschuss. Fast alle Zivilisten haben Jobar den Rücken gekehrt. Somit ist das Risiko gering, dass Zivilisten bei dem Beschuss verletzt werden.

    Anschließend rücken Kampfpanzer des Typs T-62 gegen die IS-Stellungen vor. Danach treten die syrischen Bodenstreitkräfte mit Maschinengewehren, Granatenwerfern und Kalaschnikow-Gewehren zusammen mit Schützenpanzern BMP-2 in Aktion. Sie wollen die IS-Terroristen aus den Gebäuden und von den Dächern vertreiben.

    Ein Kommandeur der Anti-IS-Offensive teilte RIA Novosti mit, dass sich rund 5.500 Terroristen, die heftige Kämpfe führen, in Jobar aufhalten.

    Nur zwei Straßen weiter scheint man von den erbitterten Gefechten kaum Notiz zu nehmen: Die Cafés sind geöffnet, auf dem Markt wird gehandelt. Die Menschen haben sich an den Krieg gewöhnt. Sie hoffen, dass die syrische Armee die Terroristen aus der Hauptstadt vertreiben kann.

    Bei dem seit März 2011 andauernden bewaffneten Konflikt in Syrien kamen nach UN-Angaben bisher mehr als 250.000 Menschen ums Leben. Terroristen aus unterschiedlichen Gruppierungen kämpfen gegen die syrische Armee. Zu den aktivsten Terrormilizen gehören der „Islamische Staat“ und „Dschebhat an-Nusra“.

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    Terrormiliz Daesh, Kalaschnikow-Sturmgewehre, BMP-2, T-62, Syrien
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