09:21 24 Februar 2020
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    Die Operationen zur Entnahme von Geheiminformationen aus Unterwasser-Kabeln sind seit den Zeiten des Kalten Krieges von niemandem eingestellt worden, sagte Admiral Viktor Krawtschenko, der den russischen Marine-Stab in den Jahren 1998 bis 2006 geleitet hatte, am Montag zu RIA Novosti.

    So kommentierte er einen Artikel in der „New York Times“, laut dem die USA über die Aktivität russischer U-Boote unweit der amerikanischen Unterseekabel im Atlantik besorgt seien.

    „Sowjetische und später russische U-Boote haben mehrmals Operationen zur Anbringung von Messgeräten an amerikanischen Kabeln im Atlantikraum vorgenommen, um Informationen zu bekommen. Derartige Operationen haben auch die Amerikaner an unseren Küsten durchgeführt. Seitdem hat sich ja kaum etwas geändert“, sagte Krawtschenko.

    Er nimmt an, dass russische U-Boote den Befehl erhalten haben könnten, ihre Tätigkeit im Ozean zu aktivieren, was die Besorgnis der USA hervorgerufen hat. Er verweist darauf, dass es im Verteidigungsamt eine Verwaltung für Tiefwasser-Untersuchungen gibt, die von Vizeadmiral Alexej Burilitschew geführt wird und die genannten Aktivitäten koordiniert.

    Laut Angaben aus offenen Quellen wurden in der letzten Zeit im Auftrag der russischen Marine Tieftauchapparate „Rus“, „Konsul“ und das Mehrzweckschiff „Seliger“ des Projekts 11982 gebaut. Die „Konsul“ etwa kann bis zu 6.000 Meter tief tauchen.

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    Tags:
    U-Boot, Viktor Krawtschenko, USA, Russland