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20:59 19 August 2019
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    National Interest: US-Militär fürchtet russische U-Boote

    © Foto : Press-service of JSC "PO "Sevmas"
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    Nach Angaben des Militärexperten der Zeitschrift “The National Interest” Dave Majumda sind russische U-Boote der „Jassen"-Klasse ein Alptraum für die US-Marine.

    Dem Experten zufolge ist die russische Unterwasserflotte derzeit aktiv wie lange nicht mehr seit dem Ende des Kalten Krieges. Obwohl die „Sewerodwinsk“ das erste U-Boot des Projektes 885 „Jassen“ ist, dessen Bau bereits 1993 begonnen wurde, wurde es wegen finanziellen Engpässen erst 2014 vom Stapel gelassen. Das zweite, weiterentwickelte U-Boot „Kasan“ ist demnächst an der Reihe.

    “Sewerodwinsk“ sei das schlagkräftigste U-Boot der russischen Marine, schreibt Majumdar. In diesem Zusammenhang zitiert er den US-Admiral Dave Johnson als Bespiel: „Wir stoßen auf sehr starke potentielle Gegner. Es reicht nur ein Blick auf die „Sewerodwinsk“, die russische Version eines Atom-U-Bootes mit Flügelraketen. Ich bin so beeindruckt, dass ich den Bau seines Modells nach den Daten aus offenen Quellen bestellt habe".

    In der „Sewerodwinsk“ finden zahlreiche Automatisierungstechnologien Anwendung, die die Sowjetunion für die U-Boote der „Lira“-Klasse hergestellt hatte. Diese Modellreihe war nach Meinung des Experten die schnellste und am tiefsten tauchende der heute existierenden U-Boote und nur den sowjetischen U-Booten „Antschar“ unterlegen. Die "Sewerodwinsk" ist ein hochautomatisiertes U-Boot mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Knoten und einer Höchstgeschwindigkeit bei langsamer Fahrt von etwa 20 Knoten. In Sachen Lautlosigkeit übertreffe die „Jassen“ alle russischen U-Boote und sei nur den amerikanischen U-Booten „Seawolf“ und „Virginia“ etwas unterlegen, betont Majumdar.

    Im Gegensatz zu vielen russischen U-Booten ist die „Jassen“-Klasse nicht mit einem Doppelrumpf-, sondern mit einer Hybridkonstruktion versehen. Ein weiter Unterschied ist die kugelförmige hydroakustische Anlage des Typs Irtysch-Amfora. Die Torpedoanlage befindet sich wie bei den US-Modellen in der Mitte des Bootes. Nach Einschätzung der US-Marine können die „Jassen“-U-Boote mit bis zu 30 Torpedos bewaffnet werden.

    Russland sei sich darüber im Klaren, dass sich die Technologien weiterentwickeln, schreibt der Experte. Gerade deswegen werde am Projekt „Jassen-M“ gearbeitet, dessen erstes U-Boot „Kazan“ 2016 in den Dienst der russischen Seestreitkräfte gestellt werden soll. Die „Kasan“ soll leiser als die „Sewerodwinsk“ sein und ein verbessertes Sensoren- und Waffensystem bekommen. Russland plant den Bau von insgesamt acht U-Booten dieser Klasse.

    Infografik: Russische Seestreitkräfte

    Obwohl die „Jassen“-U-Boote bei der Lautlosigkeit unterlegen sein könnten, ähneln sie den U-Booten der „Seawolf“-Klasse, die als Reaktion auf die sowjetischen U-Boote „Akula“ und „Schtschuka“ gebaut worden waren. Die amerikanischen U-Boote der „Virginia“-Klasse können nicht tief genug tauchen und sind zu langsam im offenen Meer. Weil es nur drei „Seawolf“-U-Boote gebe, müssten die USA ihre Unterwasserflotte mit neuen Booten versorgen, um Russland in diesem Bereich Paroli bieten zu können, schreibt der Experte abschließend.

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    Kasan (U-Boot), Sewerodwinsk, Jassen (U-Boot), USA, Russland