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13:06 23 September 2019
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    Nato will „wegen Russland“stärkere Präsenz im Mittelmeer

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    Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen (357)
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    Wie die britische Zeitung „The Financial Times“ berichtet, will die Nato eine neue Strategie im Mittelmeer konzipieren.

    Die Nato will wegen der wachsenden Instabilität im Nahen Osten und der wachsenden Militärpräsenz Russlands südlich des Bosporus ihre Aktivitäten im Mittelmeer verstärken. Diese Schwachstelle ist Nato-Vertretern zufolge wegen des russischen Einsatzes in Syrien entstanden.

    Nato-Chef Jens Stoltenberg zufolge wird die neue Mittelmeer-Strategie auf dem Treffen der Nato-Außenminister am 1./2. Dezember erörtert. Er hob hervor, dass die südliche Flanke der Nato auf "eine Menge Bedrohungen" stoße und daher sofort Maßnahmen eingeleitet werden müssen.

    Ihm zufolge sieht die Strategie eine aktivere Aufklärung im Mittelmeer, den Ausbau der ständigen Militärpräsenz in der Region sowie die Entsendung von Militärberatern nach Nordafrika und in den Nahen Osten vor.

    "Eine freie Schifffahrt im Mittelmeer ist für die Nato grundsätzlich wichtig. Da wir eine Steigerung des russischen Potentials mit einem großen Aktionsradius beobachten, wird die Aufrüstung unserer Kräfte zur Abschreckung immer wichtiger", sagte der Vize-Kommandeur der Nato für Europa, John Bredshaw. Ihm zufolge plant das Militärbündnis im Süden „ein lückenloses Kontinuum der Abschreckung“.

    Die Beziehungen zwischen Russland und der Nato hatten sich wegen der Differenzen im Ukraine-Konflikt verschlechtert. Russland sprach von einer beispiellosen Zunahme der Militärpräsenz der Nato an seinen Grenzen, und die Nato von einer wachsenden „Bedrohung“ durch Russland. Bei seiner Rede im Atlantikrat sprach Admiral Mark Ferguson mehrfach von der Notwendigkeit, wegen der zugenommenen Möglichkeiten der russischen Streitkräfte die Verteidigungsfähigkeit der Nato zu stärken.

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    NATO, Jens Stoltenberg, Russland, Syrien, Mittelmeer