14:08 24 Februar 2020
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    Russlands Verteidigungsministerium hat die Entwicklung eines mobilen Atomkraftwerkes als Versuchsmodell in Auftrag gegeben. Das berichtete die Informationsagentur „Wojenny Informator“ unter Berufung auf den Generaldirektor der beauftragten Firma, Juri Konjuschko.

    Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat anordnet, ein Pilotmodell zum Bau eines unabhängigen Mini-Kernkraftwerks für das Militär vorzubereiten. Das Projekt sei bereits gestartet worden und befinde sich jetzt in der Forschungsphase, so Konjuschko von der „Inschiniringowaja Kompanija innovazionnych projektow“ (Engineering-Firma für innovative Projekte).

    Mobiles Atomkraftwerk
    © YouTube / Rosatom/Screenshot
    Mobiles Atomkraftwerk

    Die Machbarkeitsstudie zu dem Projekt soll dem Verteidigungsministerium bis Ende 2015 vorgelegt werden. Die technische Planung des mobilen Atomkraftwerkes soll bis 2017 fertiggestellt werden. Weitere drei Jahre sind für die Entwicklungsarbeiten bis zur Fertigstellung des Versuchsmodells eingeplant.

    Bereits in den 1950er Jahren wurde in der Sowjetunion an einem mobilen Atomkraftwerk gearbeitet – unabhängige Stromquellen waren nicht nur für das Militär, sondern auch für die Erschließung der Nordgebiete äußerst wichtig. 1961 startete der Probebetrieb des mobilen Atomkraftwerkes TES-3.

    Probebetrieb des mobilen Atomkraftwerkes TES-3
    © YouTube / Rosatom/Screenshot
    Probebetrieb des mobilen Atomkraftwerkes TES-3

    Der Druckwasserreaktor mit 8,8 Megawatt wurde auf zwei Raupenfahrzeugen installiert – ein größeres Modell des schweren T-10-Panzers. Auf zwei weiteren Fahrzeugen befanden sich die Turbinen, der Generator und andere Anlagen des Atomkraftwerkes.

    Probebetrieb des mobilen Atomkraftwerkes
    © Sputnik / Vladimir Minkevich
    Probebetrieb des mobilen Atomkraftwerkes

    20 Jahre später stellten die weißrussischen Atomwissenschaftler das mobile Kraftwerk „Pamir“ fertig, das auf zwei Halbanhängern mit Panzerschleppern platziert wurde. Die Anlage war geeignet für die Beförderung mit der Bahn, per Schiff und Flugzeug. Dabei handelte es sich um ein 60 Tonnen schweres Fahrzeug. Nach der Tschernobyl-Katastrophe wurden die beiden „Pamir”-Versuchsmodelle entsorgt.

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    Tags:
    Atomkraftwerk, Sergej Schoigu, Russland