18:37 13 Dezember 2018
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    Russische Hubschrauber Mi-24 in Syrien

    Russische Kampfhubschrauber für Nahost: „Nicht für Paraden“

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    Die Nachfrage nach russischen Waffen nimmt im Nahen Osten zu. Ein besonderer Schwerpunkt sind die Kampfhubschrauber. Ein irakischer Staatsmann lobt die Mi-28 und die Mi-35 als äußerst effizient, Ägypten nimmt die Ka-52 ins Visier. Für sich selbst baut Russland unterdessen noch modernere High-Tech-Versionen.

    „Im Nahen Osten ist derzeit ein zunehmendes Interesse an Waffensystemen und Militärtechnik aus russischer Produktion zu beobachten“, sagte Michail Sawalij, Delegationsleiter des russischen Waffenexport-Unternehmens Rosoboronexport bei der internationalen Messe Dubai Airshow.

    Russische Medien zitieren ihn weiter mit den Worten: „Die russischen Waffen sind nicht für Paraden gemacht, sondern dafür, die kompliziertesten Kampfaufgaben bei schweren Klimabedingungen zu lösen. Die Länder der Region wissen von ihrer Effizienz, und zwar nicht aus Werbepräsentationen. Angesichts der dortigen instabilen Situation ist es logisch, dass man sich an uns wendet, um sichere und bewährte Waffensysteme für den Schutz der nationalen Sicherheit und Souveränität zu bekommen.“

    Hakim al-Zamili, Chef des irakischen Parlamentsausschusses für Verteidigung und Sicherheit, lobte unterdessen die russischen Kampfhubschrauber Mi-28 und Mi-35, die an die irakische Armee geliefert wurden. „Diese Maschinen zählen zu den effizientesten Hubschraubern weltweit und sollen zur irakischen Militärstärke riesig beitragen … Im Kampf gegen die im Irak aktiven Terrorgruppen sollen sie die Balance zugunsten der irakischen Armee ändern“, sagte al-Zamili dem Sender Al-Arabija. Der Irak hatte diese Maschinen im Jahr 2012 bestellt – im Rahmen des damals geschlossenen 4,2 Milliarden US-Dollar schweren Waffendeals mit Russland.

    Nach Medienberichten will auch Ägypten russische Kampfhubschrauber massiv kaufen: Ein Vertrag für 50 Maschinen des Typs Ka-52 soll bereits geschlossen worden sein. Möglich wäre auch die Lieferung einer Ka-52-Modifikation eigens für Marineflieger, so die Berichte. Ein solcher Deal wäre aktuell, weil Ägypten Maschinen bräuchte, um sie auf seinen neulich gekauften Mistral-Hubschrauberträgern zu stationieren.

    Infografik: Der Allwetter-Kampfhubschrauer Ka-52 

    Um seine eigenen Streitkräfte zu modernisieren, entwickelt Russland bereits neue Maschinen. So wurde der für Radaraufklärung geeignete Hubschrauber Ka-35 kürzlich in Dienst gestellt. Er hat vorerst nicht einmal einen Nato-Codenamen, wie der russische TV-Sender Swesda in seiner Onlineausgabe berichtete.

    Die Mi-28, bekannt als Night Hunter, hat inzwischen eine modernisiere Version Mi-28NM. Diese ist mit neuen Navigations-, Aufklärungs- und Steuerungssystemen ausgestattet. Ein Novum ist dabei ein Rundumsicht-Radar, wobei der Pilot ein Bild unmittelbar an sein Helmvisier bekommt.

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    Es gibt auch Pläne für gemeinsame Einsätze von Kampfhubschraubern und Drohnen. Für diese Zwecke kommt etwa die Ka-52 in Frage. „Hier ist alles verständlich und technisch machbar. Wir werden das tun“, sagte ein Sprecher des Herstellers Kamow nach Angaben von Swesda.

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    Ka-35, Mi-28, Ka-52, Mi-35, Rosoboronexport, Michail Sawalij, Hakim Al-Zamili, Irak