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08:51 21 September 2019
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    Nato-Übung „Trident Juncture 2015“

    Dänischer Experte zu Nato-Manöver: PR-Aktion eines Auslaufmodells

    © REUTERS / Paul Hanna
    Militär
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    Die wichtigste Aufgabe des Nato-Manövers „Trident Juncture“ besteht darin, die Aufmerksamkeit auf das sich im Sterben befindliche westliche Militärbündnis zu lenken, wie der bekannte dänische Friedensforscher Jan Oberg in einem Interview mit RT sagte.

    Bei der Frage des Moderators nach dem Ziel des größten Militärmanövers der Nato in den vergangenen zehn Jahren betonte Oberg, dass diese Übungen Angst unter den einfachen Bürgern verbreiten sollen. Sie sollen überzeugt werden, dass dies für die Vereitelung eines möglichen Krieges notwendig sei.

    "Das Ziel dieser Übungen ist PR der sterbenden Allianz, die an einen Dinosaurier in der heutigen Welt erinnert. Die Medien der Rüstungsindustriellen führen ihre eigenen Spiele. Um das Geld der Steuerzahler für solche Dummheiten zu entlocken, müssen sie etwas anbieten, was wir im Bereich der Sozialpsychologie als fearology bezeichnen; Sie erhöhen die Angst ihrer Bürger, die damit anfangen zu glauben, dass solche Aktionen und alle anderen aktuell und notwendig sind", so der Friedensforscher.

    Ihm zufolge dienen solche Übungen nur als Deckmantel für das Scheitern bei den Kriegen, die in Afghanistan, dem Irak, Syrien und Libyen geführt wurden und dass die Krise in der Ukraine doch von den Neokonservativen in Washington eingeleitet wurde.

    Der Experte bezeichnete das Manöver als „lächerlich”, wenn die Nato damit auf die Terrorbedrohung des „Islamischen Staates“ reagieren wolle.

    „‘IS‘ ist ein Produkt der Kriege und keine Erscheinung aus dem Nichts. Das sind Folgen der US-Invasion im Irak und des Unverständnisses, was mit diesem Land gemacht werden soll. Jetzt weitet sich diese Bedrohung aus. Wir haben deutlich mehr Terrorbedrohungen, als wir vor dem 11. September 2001 gehabt hatten. Wir handeln kontraproduktiv und ziehen daraus keine Lehren“, erklärte Oberg.

    • Nato-Übung „Trident Juncture 2015“
      Nato-Übung „Trident Juncture 2015“
      © AFP 2019 / FRANCISCO LEONG
    • Nato-Übung „Trident Juncture 2015“
      Nato-Übung „Trident Juncture 2015“
      © AFP 2019 / PIERRE-PHILIPPE MARCOU
    • Nato-Übung „Trident Juncture 2015“
      Nato-Übung „Trident Juncture 2015“
      © AP Photo / Steven Governo, File
    • Nato-Übung „Trident Juncture 2015“
      Nato-Übung „Trident Juncture 2015“
      © REUTERS / Rafael Marchante
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      Nato-Übung „Trident Juncture 2015“
      © REUTERS / Paul Hanna
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      Nato-Übung „Trident Juncture 2015“
      © AFP 2019 / Marcello Paternostro
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    © AFP 2019 / FRANCISCO LEONG
    Nato-Übung „Trident Juncture 2015“

    Das Nato-Manöver „Trident Juncture 2015” fand vom 21. Oktober bis 6. November statt. Die Übungen wurden in Italien, Spanien, Portugal und im westlichen Teil des Mittelmeeres abgehalten. 36 000 Soldaten aus mehr als 30 Ländern, 200 Flugzeuge und bis zu 90 Überwasser- und Unterwasserschiffe wurden dabei eingesetzt.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Trident Juncture 2015, NATO