Widgets Magazine
05:35 22 September 2019
SNA Radio
    US-Bomber B-52

    USA brüskieren China mit Bomber-Überflug im Südchinesischen Meer

    © Flickr/ USAF/Andy M. Kin
    Militär
    Zum Kurzlink
    China und USA auf Konfrontationskurs (73)
    4513209
    Abonnieren

    Die Piloten zweier US-Bomber des Typs B-52 haben die Aufforderung des chinesischen Militärs, den Luftraum nahe den Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer zu verlassen, ignoriert.

    Washington hatte zwei B-52-Bomber zu den künstlichen chinesischen Inseln geschickt, und das sei „eine offenbare Herausforderung“ an Peking angesichts seiner territorialen Ansprüche im Südchinesischen Meer, schreibt die amerikanische Zeitung „The Hill“.

    Ein offizieller US-Vertreter soll bestätigt haben, dass die beiden Maschinen in einer Entfernung von zwölf Seemeilen an den Spratly-Inseln vorbeigeflogen seien.

    Diese Meldung bestätigte auch das US-Verteidigungsministerium. Pentagon-Sprecher Bill Urban teilte mit, dass es sich dabei um „eine übliche Mission im Luftraum nahe der Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer“ handele. Er bestätigte auch, dass die US-Piloten zwei mündliche Warnungen von chinesischen Fluglotsen erhalten haben. Dem Sprecher zufolge machte die Entfernung zu den Inseln aber mindestens 15 Seemeilen aus.

    „The Hill“ verwies darauf, dass die US-Bomber ins Südchinesische Meer geschickt worden seien, kurz nachdem China bei einer Marineübung Kampfjets über dieses Territorium hatte fliegen lassen. Experten zufolge hat Peking dadurch seine Entschlossenheit gezeigt, seine Souveränität zu verteidigen.

    Die Lage im Südchinesischen Meer hatte sich angespannt, als die USA Ende Oktober ihren Zerstörer „Lassen“ in dieses Meeresgebiet geschickt hatten. Das chinesische Außenministerium protestierte dagegen und warnte, dass Washingtons Vorgehen die Souveränität der Volksrepublik verletze.

    Später bezeichnete der chinesische Admiral Wu Shengli das Vorgehen der Amerikaner als provokant und warnte, dass „selbst ein unwesentlicher Zwischenfall einen Krieg provozieren könnte“. Washington erwiderte, seine Schiffe weiterhin überall verkehren zu lassen, wo das international erlaubt sei.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    China und USA auf Konfrontationskurs (73)

    Zum Thema:

    Bloomberg: Der einsame Krieg des Pentagon gegen Russland und China
    US-Marine im Südchinesischen Meer „freche Provokation“ – Außenministerium Chinas
    US-Operation im Südchinesischen Meer: Peking warnt vor Kriegsgefahr
    Verfolgungsjagd: Chinesisches U-Boot bedrängt US-Flugzeugträger
    Tags:
    B-52, Bill Urban, Spratly-Inseln, Deutschland, USA