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    Medien: US-Verbündete von Koalition enttäuscht –stärkeres Zusammenwirken mit Russland

    © Flickr / U.S. Navy/Jameson E. Lynch
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    Kampf gegen den IS (813)
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    Die Verbündeten der USA im Kampf gegen den IS haben ihre eigenen Prioritäten und Interessen sowie eigene Einstellungen zur Syrien-Regelung, was die Koalition ineffizient macht. Dies schreibt „The Independent“.

    Die von den USA geführte Koalition, die mit dem Ziel geschaffen wurde, zu beweisen, dass die Luftschläge in Syrien und dem Irak keine rein westliche Initiative sind, sei im Zerfall begriffen, glaubt der Autor.

    Saudi Arabien und andere Golf-Länder nähmen nun praktisch nicht mehr an den Militäroperationen teil, sondern richteten ihre Bemühungen vor allem auf den Jemen, wo sie sich im Kampf gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen schwer täten. Daher richteten sich die meisten türkischen Luftschläge nicht etwa gegen den IS, sondern gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).

    Die Verbündeten der USA zögen zunehmend das Zusammenwirken mit Russland vor. So pflege etwa Jordanien einen aktiven Kontakt zu Moskau und melde die Standorte der von Amman unterstützten Oppositionskräfte in der Provinz Deraa an den Kreml.

    Zuvor hatte Russland bei den USA bereits Informationen über die von der Koalition unterstützten Gruppierungen angefragt, um bei Attacken auf die IS-Stellungen Verluste unter Aufständischen zu vermeiden. Washington weigert sich jedoch, Moskau solche Informationen zur Verfügung zu stellen.

    Jordaniens König Abdullah II., der einer der engsten Verbündeten des Westens ist, hat erklärt, dass Moskau der Schlüssel zur diplomatischen Regelung in Syrien sei. Russland habe nicht weniger Gründe, sich um die Syrien-Lage Sorgen zu machen, denn es ziehe vor, selbstständig gegen die IS-Bedrohung zu kämpfen, so das Blatt weiter.

    Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stellt heute eine der größten Bedrohungen für die Weltsicherheit dar. IS-Mitglieder haben in den drei zurückliegenden Jahren große Gebiete des Irak und Syriens besetzt und versuchen jetzt, ihren Einfluss auf Nordafrika, darunter Libyen, auszudehnen.

    Nach unterschiedlichen Schätzungen erstrecken sich die vom IS kontrollierten Gebiete, in denen ein „islamisches Kalifat“ ausgerufen wurde, über insgesamt 90.000 Quadratkilometer. Die zahlenmäßige Stärke der extremistischen Organisation wird auf 50.000 bis 200.000 geschätzt.

    Eine einheitliche Kampffront gegen den IS gibt es bislang nicht. Gegen die Gruppierung kämpfen Regierungstruppen Syriens und des Irak, aber auch Kurden sowie libanesische und irakische Schiiten. Die von den USA angeführte internationale Koalition beschränkt sich nur auf Bombenangriffe. Auch Russland fliegt seit Ende September Angriffe auf IS-Objekte in Syrien.

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    Terrormiliz Daesh, Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah II, Syrien, Russland, USA