18:47 15 Dezember 2017
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    Mistral-Hubschrauberträger

    Mistral-Projekt puschte Russlands Verteidigungsindustrie – Marine-Sprecher

    © AFP 2017/ Jean-Sebastien Evrard
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    Die Arbeit an den Mistral-Hubschrauberträgern hat der russischen Industrie große Erfahrungen beschert, sagte der Assistent des Befehlshabers der russischen Marine für wissenschaftliche Arbeit, Kapitän 1. Ranges Andrej Surow.

    „Unsere Industrie hat sehr intensiv an dem Bau der beiden Mistral-Schiffe gearbeitet, die uns im Endeffekt (von den Franzosen – d. Red.) nicht geliefert wurden, und hat viele Erfahrungen gesammelt. Wir hoffen, dass sie in neuen Projekten berücksichtigt werden“, sagte Kusnezow und verwies darauf, dass der Heckteil des zweiten Mistral-Schiffes in der Baltischen Werft gebaut worden war.

    „Das gleiche gilt für die Automatisierungs- und Kommunikationssysteme“, fügte der Kapitän hinzu.

    Der Vertrag war 2011 zwischen der französischen Werft DCNS/STX und dem russischen Rüstungskonzern Rosoboronexport geschlossen worden. Das erste Schiff – „Wladiwostok“ – sollte im November 2014 ausgeliefert werden. Paris legte den Deal aber wegen des Ukraine-Konfliktes auf Eis. Die beiden Mistral-Schiffe dürften 1,2 Milliarden Euro gekostet haben.

    Die Präsidenten Russlands und Frankreichs, Wladimir Putin und Francois Hollande, hatten sich am 5. August darauf geeinigt, den Vertrag über den Bau und die Auslieferung der Schiffe vom Typ Mistral aufzukündigen. Nachdem Frankreich die russischen Ausrüstungen, die auf den Mistral-Schiffen installiert waren, zurückgegeben hatte, konnte es über die beiden Hubschrauberträger nach eigenem Ermessen verfügen.

    Später wurde berichtet, dass der französische Präsident Francois Hollande mit seinem ägyptischen Amtskollegen Abdel Fath as-Sisi die Bedingungen für den Verkauf der beiden Schiffe an Ägypten vereinbart hatte. Paris verkaufte beide Schiffe an Ägypten: Der Vertrag wurde am 10. Oktober unterschrieben. Die Schiffe sollen im Sommer 2016 in Ägypten eintreffen.

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