12:56 21 November 2018
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    Russische Kriegsschiffe feuern Marschflugkörper auf IS-Ziele in Syrien ab

    Modernste russische Waffen im Kampfeinsatz: Kalibr-Rakete und das Schiff „Bujan“

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    Am 17. November hat das russische U-Boot mit dieselelektrischem Antrieb des Projekts 636.3 „Rostow am Don“ auf Ziele unweit des syrischen Rakka gefeuert, das vom Islamischen Staat kontrolliert wird. Das teilte eine dem russischen Verteidigungsministerium nahe stehende Quelle mit.

    Der Militärexperte Viktor Murachowski hat die Bruchteile der Kalibr-Raketen auf den jüngsten Bildern identifiziert, die von den Kämpfern veröffentlicht wurden. Dabei, so der Experte, habe Russland keine Schiffe im Mittelmeer, was davon zeuge, dass die Rakete tatsächlich von einem U-Boot abgefeuert wurde.

    Bei dem Raketenstart vom Diesel-U-Boot „Rostow am Don“ aus handelt es sich um den ersten Kampfeinsatz einer russischen Flügelrakete in der gesamten Geschichte der russischen Streitkräfte.

    Eine offizielle Bestätigung eines Angriffes mit seegestützten Flügelraketen auf den IS gab es aus Moskau bisher nicht. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat den Kalibr-Start vom U-Boot nicht kommentiert. Als erste hatte darüber die französische Zeitung „Le Monde“ aus dem Verteidigungsministerium des Landes erfahren.

    Russlands Kaspi-Flotte greift Stellungen des Islamischen Staates in Syrien an
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    Das erste U-Boot des Projekts 636.3 „Noworossijsk“ lief Ende 2014 vom Stapel. Erst im September 2015 kehrte es von den Lauftests zurück, die nach dem Abschluss der Bauarbeiten durchgeführt wurden. Noch bis Jahresende wird im Schwarzen Meer neben der „Noworossijsk“ und „Rostow am Don“ ein drittes U-Boot erscheinen: Es handelt sich um das U-Boot „Stary Oskol“ vom gleichen Typ. Die neuen Unterwasserschiffe werden die U-Boot-Brigade im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk auffüllen, die im März 2015 gegründet wurde.

    Die U-Boote des Projekts 636.3 der dritten Generation zählen zu den leisesten Unterwasserschiffen weltweit und können bis zu 300 Meter tief tauchen. Ihre Höchstgeschwindigkeit unter Wasser beträgt 20 Knoten. Mit 52 Crewmitgliedern an Bord können diese U-Boote bis zu 45 Tage autonom bleiben. Alle Schiffe dieser Baureihe können Kalibr-Raketen an Bord nehmen.

    Die Kalibr-Raketen wurden erstmals für den Angriff auf die IS-Stellungen in Syrien am 7. Oktober genutzt. Damals haben die Schiffe der Kaspi-Flottille 26 Raketen abgefeuert.

    Die Schläge wurden von den speziell dafür gebauten Schiffen des Projekts 21631 „Bujan-M“ ausgeführt. Konteradmiral Sergej Alekminski hatte zuvor erklärt, dass die Reichweite der Kalibr-Raketen auf Landziele 2.600 Kilometer ausmache. Jedes Schiff des Projekts 21631 kann bis zu acht derartiger Raketen an Bord nehmen.

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    Terrormiliz Daesh, Viktor Murachowski, Bujan-M, Stary Oskol, Rostow-na-Donu, U-Boot Noworossijsk, Kalibr-Rakete, Kaspi-Flotte, Sergej Alekminski, Dmitri Peskow, Rakka, Mittelmeer, Russland