21:07 22 September 2020
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    Furcht vor russischen Raketen: Irak setzt Flugverkehr aus

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    Die irakischen Groß-Flughäfen Sulaimaniyya und Erbil haben am Montag sämtliche Flüge gestrichen. Nach Medienangaben befürchtet die irakische Luftfahrtbehörde, dass Russland erneut vom Kaspischen Meer aus Raketen auf Ziele in Syrien abfeuert und dass diese Raketen beim Überflug über dem Irak Flugrouten kreuzen könnten.

    Nach Angaben des Senders Al Sumaria hatten die Behörden am Sonntag angekündigt, am Montagmorgen den Flugverkehr für 48 Stunden auszusetzen.

    „Diese Entscheidung (…) dient der Sicherheit der Passagiere im Zusammenhang mit dem Überflug von Marschflugkörpern vom Kaspischen Meer über den Iran und den Irak nach Syrien“, erklärte die irakische Luftfahrtbehörde laut Al Sumaria.

    Die russische Kriegsmarine hatte nach eigenen Angaben Anfang Oktober erstmals vom Kaspischen Meer aus 26 Marschflugkörper auf Objekte der Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien über eine Distanz von 1.500 Kilometern abgefeuert.

    Auf dem Weg nach Syrien überflogen die Geschosse den Irak und den Iran. Nach Angaben der Europäischen Agentur für Luftfahrtsicherheit (EASA) flogen die russischen Marschflugkörper jedoch auf deutlich geringerer Höhe als Zivilflugzeuge.

    Am 20. November feuerten Schiffe der Kaspi-Flotte weitere 18 Raketen auf sieben IS-Anlagen in Syrien ab. Laut Verteidigungsminister Sergej Schoigu wurden alle Ziele in den Provinzen Rakka, Idlib und Aleppo getroffen.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit dem 30. September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen die Terrororganisationen IS und al-Nusra, die in den vergangenen Jahren weite Teile Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Russische Jets haben laut Angaben aus Moskau bereits mindestens 2700 Ziele zerbombt und Hunderte Dschihadisten getötet. Täglich würden mehr als 140 Angriffe gegen die Terroristen geflogen. Darüber hinaus unterstützen zehn russische Kriegsschiffe im Kaspischen und im Mittelmeer den Antiterror-Einsatz, indem sie  IS-Stellungen mit Marschflugkörpern zerstören.

    Mit russischer Unterstützung konnten die Truppen von Syriens Präsident Baschar al-Assad zur Offensive übergehen und mehrere Gebiete befreien.

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    Syrien, Irak