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    Su-34 in Syrien

    Modernste russische Waffen im Kampfeinsatz: „Entlein“ und Drohnen

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    Das modernste russische Flugzeug, das an dem Einsatz im Himmel über Syrien teilnimmt, ist die Su-34. Es handelt sich um einen Jagdbomber der vierten Generation, der Land- und Luftziele bekämpfen kann.

    Offiziell wurde die Maschine erst 2014 in die Bewaffnung aufgenommen, laut  der Fachzeitschrift „Vojenno-promyschlennyj Kurjer“ jedoch auch schon im Georgien-Krieg im Jahr 2008 eingesetzt. Der Bomber soll die georgische Radaranlage ausgeschaltet und somit die gegnerische Raketenabwehr teilweise "blind" gemacht haben.

    Der erste offiziell anerkannte Einsatz der Su-34 ist die russische Luftoperation in Syrien. Auf dem russischen Luftstützpunkt in Latakia sind laut syrischen Luft-Blogs sechs derartige Maschinen gesichtet worden. Wegen der ungewöhnlichen flachgedrückten Nasenteils der Su-34 bekam sie den Spitznamen „Entlein“.

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    In Syrien gegen IS: Schonungslose Luftangriffe russischer Su-34-Bomber

    Zu den Vorteilen des Flugzeuges zählen die hohe Manövrierfähigkeit in niedriger Höhe, die Kabine aus Titan sowie modernste Navigationsausrüstung, Zielvorrichtungen und Radaranlage. Die Höchstgeschwindigkeit der Su-34, die bis in 14 Kilometer aufsteigen kann, beträgt 1.900 Stundenkilometer, ihre Reichweite ohne Nachtanken liegt bei 4.500 Kilometern.  Dank zwölf Aufhängungspunkten kann der Bomber bis zu acht Tonnen Munition an Bord nehmen. Laut Informationen des russischen Verteidigungsministeriums werden in Syrien steuerbare 500-Kilogramm-Bomben КАB-500 und lasergesteuerte Х-29L-Raketen eingesetzt.

    In der Syrien-Operation setzt die russische Armee erstmals umfassend auch Drohnen ein. Laut Igor Konaschenkow, dem Sprecher des russischen Verteidigungministeriums, sammeln sie rund um die Uhr Informationen.   

    Am Vorabend des Syrien-Einsatzes hat das Ministerium seine Pläne zur Ausbildung von mehr als 1.100 Drohnen-Spezialisten verlautet. Die Fachleute sollen im staatlichen Zentrum für unbemannte Luftfahrt des russischen Verteidigungsministeriums geschult werden. Vor Beginn des Einsatzes hatten 700 Spezialisten die Ausbildung bereits abgeschlossen.

    Die Drohne „Orlan-10“, die seit 2010 im Dienst der russischen Armee steht, ist eine der populärsten russischen Aufklärungsdrohnen und kann irdische Objekte auch bei schwierigen Wetterverhältnissen beobachten. Die Drohne eignet sich für Such- und Reparaturarbeiten, hat eine Reichweite von 120 Kilometern und kann 16 Stunden lang ohne Nachtanken fliegen. Ukrainische Militärs meldeten im Jahr 2014 mehrmals die Abschüsse dieser Maschinen im Donbass, wo sie massiv eingesetzt wurden.

    Die Aufklärungsdrohne „Eleron-3SV“ wurde noch im Juli, vor dem Beginn des russischen Kampfeinsatzes in Syrien von Aufständischen niedergeschossen, die auf ihren Webseiten Bilder der abgestürzten russischen Drohnen veröffentlichten. Damals stellte sich heraus, dass die Drohne mit einer Olympus-Kamera ausgerüstet war.

    Auf der Homepage des Entwicklungsunternehmens ZAO ENIKS wird angegeben, dass der Apparat außerdem über eine Wärmebildkamera sowie ein GLONASS-Navigationssystem verfügt und eine Einsatzhöhe von 50 bis 5.000 Metern hat. Die Drohne kann zwei Stunden in der Luft bleiben und bis zu 130 km/h schnell fliegen. Sie steht seit dem ersten Halbjahr 2015 im Dienst des Militärs der Russischen Föderation.

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    Terrormiliz Daesh, Drohne, Eleron-3SV, Х-29L-Raketen, GLONASS-Navigationssystem, Su-34, Orlan-10, Syrien, Russland