12:14 14 Dezember 2019
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    Medien: US-Raketenstart im Pazifik war ein Signal an Russland und China

    © Flickr / U.S. Navy / Seaman Benjamin Crossley
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    Der Start einer seegestützten Trident-II-Rakete ohne Kernsprengkopf ist ein Versuch der USA, „der russischen und der chinesischen Bedrohung“ entgegenzutreten, schreibt die „Japan Business Press“.

    Der US-Zerstörer Ross (DDG 71)
    © Flickr / U.S. Navy/Robert S. Price
    Teststarts ballistischer Raketen sind nichts Außergewöhnliches, jedoch ist der Start vom 7. November nicht ganz so gewöhnlich gewesen. An diesem Tag hielt US-Verteidigungsminister Ashton Carter nämlich einen Vortrag in der Ronald Reagan Presidential Library in einem Vorort von Los Angeles, California. 

    Gerade die Einwohner dieses Bundesstaates haben ein „breites Aufleuchten“ am Himmel gesehen, das viele an ein Ufo oder gar an eine „Atomexplosion“ denken ließ. Dies war die Spur der Trident-II-Rakete.

    „Natürlich hat er (Ashton Carter — d. Red.) nicht nur von den Tests gewusst, sondern sie höchstwahrscheinlich auch beobachtet. (…) Warum der Start ausgerechnet durchgeführt wurde, als der Verteidigungsminister in Südkalifornien war? Die Antwort lässt sich im Vortrag von Herrn Carter finden“, betont der Autor.

    In seinem Vortrag habe der Chef des US-Verteidigungsamtes mehrmals den Begriff „russische Bedrohung“ benutzt. „Es sind 14 Jahre seit den Terrorangriffen in den USA verstrichen. Es ist notwendig, das Sicherheitssystem umzugestalten. Derzeit gehen wir diesen Weg. Von unseren Anti-Krisen-Maßnahmen hängt die Zukunft ab. Um die russische Bedrohung im Griff zu halten, sind Reformen notwendig. (…) Um der russischen Bedrohung entgegenzutreten, korrigieren die US-Truppen die Schlüsseltaktik ihrer Handlungen“, zitiert die „Japan Business Press“ Carters Vortrag.

    Auch China ließ der US-Verteidigungsminister nicht unerwähnt: „Außerdem macht China, dessen Einfluss steigt, das Sicherheitssystem im Asien-Pazifik-Raum wanken.“ Trotz der gesamten Tonart seiner Aussagen gab sich Carter zusehends Mühe, keines der beiden Länder zu beleidigen: Weder Russland noch China bezeichnete er als „Feinde“, obwohl er von einem „Handlungsplan“ und einer „Strategie“ für den Fall eines Krieges gegen Russland sprach.

    Laut dem früheren Offizier der US-Armee, Joachim Agopyan, war der Start der US-amerikanischen ballistischen Rakete ein Signal an alle Welt und vor allem an Russland und China, die „Herausforderungen“ für die Sicherheit der USA darstellen.

    „Der Sinn des nächtlichen Starts der Rakete von einem Küstengebiet bestand darin, dass die Menschen den Flug mit eigenen Augen sehen. Natürlich erreichte diese Nachricht auch Russland und China“, so das Blatt.

    Am 7. November war von Bord des „Kentucky“-U-Bootes an der US-Westküste eine dreistufige seegestützte Feststoffrakete Trident II gestartet worden. Aus Sicherheitsgründen hatten die US-Militärs die föderale Verwaltung für Zivilluftfahrt über die geplanten Übungen in Kenntnis gesetzt, Diese hatte eine entsprechende Anweisung an zivile Flüge gegeben, das Gebiet der „militärischen Aktivität“ im Pazifik südlich des Flughafens von Los Angeles zu umfliegen. Laut Informationen des Militärs verlief der Raketenstart erfolgreich.

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    Tags:
    Trident-II-Rakete, Ronald Reagan, Ashton Carter, Russland, China, USA