23:49 19 Oktober 2017
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    Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums

    Moskau dementiert Beschuss von türkischem Hilfskonvoi

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    Militär
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    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (204)
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    Die Mitteilungen über den Beschuss eines türkischen Lastwagen-Konvois durch russische Militärflugzeuge in Syrien entsprechen nicht der Wahrheit, wie Generalmajor Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, mitteilte.

    „Die in den ausländischen Medien erschienenen Mitteilungen über die angebliche Zerstörung eines LKW-„Hilfskonvois“ durch russische Flugzeuge in der Nähe des Grenzübergangs von Bab al-Salam sind Fakes“, sagte er.

    Auf den im Internet verbreiteten Fotos und Videos gäbe es keine Explosionskrater, zudem seien keine Reste von Munition und  keine Splitterspuren auf den  Lastwagen zu sehen, was einen Angriff aus der Luft ausschließe. 

    „Wir empfehlen daher das nächste Mal, einen in Brand geratenen LKW-Konvoi mit Waffen  für die nördlich von Aleppo agierenden Terroristen nicht als "humanitäre Hilfe" auszugeben“, betonte er. 

    „Übrigens hat die türkische Seite zuvor niemanden über die Entsendung irgendeines  humanitären Konvois in diese Region benachrichtigt. Ganz zu schweigen davon, dass jeder Konvoi mit humanitärer Hilfe speziell markiert wird“, so der General.

    Ein russischer Jagdbomber vom Typ Su-24 war am Dienstag mit einer türkischen Luft-Luft-Rakete abgeschossen und in Syrien, rund vier Kilometer von der türkischen Grenze entfernt, abgestürzt. Der Flugkommandant wurde offenbar getötet, der Co-Pilot konnte lebend gerettet werden.

    Der Jet flog Angriffe gegen Stellungen der  Terrormiliz „Islamischer Staat“ in der syrischen Provinz Latakia,  als er von der türkischen Rakete getroffen wurde. Nach türkischen Angaben verletzte die Maschine den Luftraum der Türkei. Moskau bestreitet das. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist der Jet ununterbrochen im syrischen Luftraum geflogen.

    Nach dem Abschuss setzte die Türkei die Nato und die USA über den Vorfall sofort in Kenntnis, jedoch nicht Russland. Im Zusammenhang mit dem Vorfall hat Russlands Präsident Wladimir Putin ernsthafte Konsequenzen für die Beziehungen mit der Türkei angekündigt. Außenminister Sergej Lawrow sagte seinen für Mittwoch geplanten Türkei-Besuch ab.

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    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (204)

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    Konvoi, Terrorismus, Türkei, Russland
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