12:03 25 April 2019
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    Alpaslan Celik, stellvertretender Kommandeur der Syrischen Turkmenenbrigade mit Fallschirmteilen des erschossenen russischen Piloten

    Türke bekennt sich zu Mord an russischem Su-24-Piloten – Medien

    © REUTERS / Stringer
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    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (204)
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    Einer der angeblich turkmenischen Kommandeure, der mit seiner Rebellengruppe einen am Fallschirm hängenden russischen Piloten nach dem Su-24-Abschuss durch türkische Militärjets ermordet hat, ist in Wirklichkeit der Sohn eines türkischen rechtsnationalen Politikers, berichten türkische Medien.

    Laut dem Nachrichtenportal „Serihaber“ und der Zeitung „Hürriyet“ handelt es sich bei dem „turkmenischen“ Vize-Kommandeur der „Syrischen Turkmen-Brigade“, der sich vor Kameras stolz zum Mord an dem Piloten des russischen Su-24-Militärflugzeugs bekannt hat, um den Türken Alparslan Çelik.

    Der 32 oder 33 Jahre alte Mann sei der Sohn des ehemaligen Bürgermeisters der türkischen Stadt Keban. Als Çelik sich 2014 den von den USA unterstützten turkmenischen Rebellentruppen in Irak angeschlossen hatte, gab sein Vater, der zudem Politiker der türkischen rechtsextremen Partei MHP („Graue Wölfe“) ist, gegenüber der türkischen Presse zu, dass er stolz auf seinen Sohn ist.

    Unmittelbar nach dem Abschuss des Su-24-Jets gab Çelik ein Interview, in dem er sich zu dem Mord an dem russischen Piloten bekannte – als Beweis hielt er Stücke eines Fallschirms in die Kamera. Allerdings erzählte er von zwei Piloten, obwohl bekanntlich einer überlebte und bei einer Rettungsaktion der russischen Streitkräfte in Sicherheit gebracht werden konnte.

    „Als die Piloten festgenommen wurden, waren sie bereits tot“, sagte er. „Beide?“, fragte der Journalist. „Beide – meine Freunde werden sie herbringen“, so Çelik.

    Laut dem Kommandeur seien die Piloten in der Luft getötet worden.

    „Unsere Kameraden eröffneten auf sie das Feuer vom Boden aus, wir alle schossen, sie starben in der Luft“, betonte er.

    Hier ein Teil des Interviews, das auf dem Youtube-Nachrichtenkanal von RT "In The Now" veröffentlicht wurde:

    Am Vorabend hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass die terroristischen Gruppen, die sich im Gebiet der Rettungsaktion für den zweiten Piloten des von der Türkei abgeschossenen Su-24-Militärjets aufhielten, liquidiert worden seien.

    „Sobald unser Pilot in Sicherheit war, haben russische Bomber und die Raketenartillerie der syrischen Regierungstruppen eine längere Zeit massierte Schläge in diesem Gebiet geführt“, sagte Generalmajor Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums. Die Terroristen und andere „mysteriöse Gruppen“ seien liquidiert worden, fügte er hinzu.

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    SU-24, Alparslan Çelik, Türkei, Syrien