22:43 17 Dezember 2017
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    RT Journalist Sargon Hadaya

    Russische Journalisten in Syrien aus US-Waffen beschossen - VIDEO

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    Militär
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    Im Internet ist ein Video aufgetaucht, dass den Beschuss einer Autokolonne mit russischen Journalisten in Syrien durch die so genannte gemäßigte Opposition zeigt.

    Wie der RT-Reporter Roman Kossarew, der ebenfalls unter den Beschuss geraten war, sagte, wurde das Feuer mit einem schweren Panzerabwehrkomplex vom Typ BGM-71 TOW aus US-amerikanischer Produktion geführt, der seit 2014 illegal an Anti-Regierungs-Gruppierungen geliefert wird.  

    „In meinen Twitter-Account ist eine Videoaufnahme unter dem Titel ‚Dschichadisten feuern TOW auf Journalisten ab‘ gelangt. Das Video enthält das Logo einer syrischen Oppositionsgruppierung“, so Kossarew.  

    Der Verteidigungsexperte und ehemalige Offizier der britischen Armee Charles Shoebridge äußerte dazu: „Das sind sicher US-Waffen, weil diese nach der Beschreibung dem TOW-System entsprechen. Mit diesen Waffen haben offensichtlich die USA und ihre Alliierten in der Region, darunter Saudi-Arabien, Rebellen versorgt. Somit ist es kein Wunder, dass diese Waffen in die Hände der Aufständischen gelangt sind.“  

    Nach dem Angriff auf die Autokolonne habe die syrische Armee ein Starttriebwerk der Rakete gefunden, das davon zeuge, dass es sich hierbei um einen TOW-Komplex handele.  

    „Ausgehend von einem zuvor erschienenen Video wurde der russische Hubschrauber, der bei der Rettung des Piloten des abgestürzten russischen Frontbombers Su-24 eingesetzt worden war, auch mit demselben Modell der TOW-Rakete beschossen“, sagte der ehemalige Analytiker für Pentagon-Sicherheit Michael Maloof.  

    „Die TOW-Komplexe werden an so genannte gemäßigte Gruppen in Syrien geliefert, seit Russland seine Luftangriffe begonnen hat. Die Zahl der für diese Gruppen bestimmten TOW-Raketen wächst immer weiter. Sie wurden unter anderem im Rahmen von CIA-Einsätzen über die Türkei an gemäßigte Rebellen geliefert, die aber in der Regel in den Reihen der Freien syrischen Armee kämpfen, wobei sich die meisten von denen bereits dem IS oder der Al-Nusra-Front angeschlossen haben“, so Maloof.

    Am 24. November waren RT-Journalisten im Raum Dagmashliya, zehn Kilometer von der Grenze zur Türkei entfernt, mit Panzerabwehrraketen beschossen worden, als sie mit ihren Fahrzeugen zu den vordersten Stellungen der syrischen Regierungsarmee unterwegs waren.  

    Laut Kossarew wurden die Autos aus der von den Terroristen kontrollierten Ortschaft Salma angegriffen.  

    Kossarew erlitt eine Quetschung. Ein weiterer Reporter erlitt mehrere Splitterverletzungen. Am Donnerstag trafen die Journalisten mit einem Flugzeug in Moskau ein.  

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