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11:56 21 August 2019
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    Strategischer Langstreckenbomber Tu-160

    Tu-160-Bomber wird noch stärker: „Nur der Rumpf bleibt derselbe“

    © Sputnik / Ministry of defence of the Russian Federation
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    Während russische Langstreckenbomber des Typs Tu-160 den „Islamischen Staat“ in Syrien angreifen, plant das Verteidigungsministerium in Moskau ihre komplette Modernisierung. Die entsprechenden Arbeiten laufen bereits in Kasan.

    Experten erklären, wie die Maschinen dort verbessert werden. Aber auch die aktuelle Modifikation hat beeindruckende Trümpfe.

    Obwohl die Tu-160 ohnehin mit modernen und effizienten Waffen (wie etwa mit Kh-101-Raketen) ausgerüstet ist, will sich das russische Verteidigungsministerium nicht darauf beschränken. Deshalb werden die Maschinen dieses Typs derzeit eine nach der anderen umgerüstet und grundlegend modernisiert.

    Mehr zum Thema: Kampf gegen IS: Russlands „smarte“ Bomben und Raketen

    Der russische Flugzeugexperte Sergej Agischew sagte dem TV-Sender Swesda: „Bei den derzeitigen Arbeiten in Kasan handelt es sich natürlich nicht bloß darum, die Maschinen neu anzustreichen und technisch zu warten. Von der Tu-160 bleibt eigentlich nur der Rumpf übrig. Alles andere wird neu montiert: Bordsysteme, Elektronik, Zielvorrichtungen und Navigationsgeräte, Antrieb, Waffensysteme. Alle Veränderungen aufzulisten, würde wohl eine ganze Woche in Anspruch nehmen.“

    Infografik: Der strategische Bomber Tu-160

    Einsatz der Kh-101-Rakete in Syrien
    © Foto : Ministry of Defence of the Russian Federation

    Auch der stellvertretene Verteidigungsminister Juri Borissow hatte zuvor mitgeteilt, der Bomber solle zwar sein äußeres Erscheinungsbild behalten, dabei aber eine neue „Füllung“ bekommen. Seine Effizienz steige voraussichtlich um 150 Prozent, hieß es. Nach der Modernisierung sollen solche Maschinen zusätzlich gebaut und an die Streitkräfte geliefert werden.

    Derzeit verfügt Russland über 16 Bomber dieses Typs. Obwohl die aktuelle Modifikation seit nahezu 30 Jahren in Dienst steht, handelt es sich bei den gegenwärtigen Luftangriffen gegen den „Islamischen Staat“ um den ersten realen Kampfeinsatz der Tu-160, wie der Fernsehsender weiter berichtete.

    Die Tu-160 setzt keine Bomben, sondern nur Marschflugkörper ein. Dadurch muss die Maschine nicht einmal den russischen Luftraum verlassen und bleibt für gegnerische Flugabwehrsysteme unerreichbar.

    Der Luftwaffenexperte Wjatscheslaw Chasijew erläuterte: „Für einen modernen russischen Marschflugkörper ist es kein Problem, 2.000 oder gar 3.000 Kilometer zurückzulegen. Ein deutliches Beispiel dafür war der Einsatz russischer Kriegsschiffe im Kaspischen Meer. Sie haben Kalibr-Raketen abgefeuert und gezeigt, dass man nicht unmittelbar im Kampfgebiet präsent sein muss, um jeden Gegner zu erreichen. Dasselbe Prinzip gilt auch für die Luftwaffe.“

    „Die Waffen der Tu-160 ermöglichen überhaupt einen beispiellosen Vorteil. Denn Marschflugkörper neuer Typen (darunter auch jene, die gegen Ziele in Syrien eingesetzt wurden) haben laut unterschiedlichen Quellen eine Reichweite von 3.000 bis 5.000 Kilometern. Der sogenannte Streukreisradius beträgt dabei etwa vier oder fünf Meter“, so Chasijew.

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    Unterschallrakete X-101, Tu-160, Wjatscheslaw Chasijew, Juri Borissow