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    Das Landungsschiff „Saratov in Bosporus am 26. September

    Nach Su-24- Abschuss: Russische Kriegsschiffe passieren problemlos Schwarzmeer-Engen

    © AFP 2019 / Ozan Kose
    Militär
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    Russische Einschränkungen für die Türkei (60)
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    Russische Kriegsschiffe können ungehindert den Bosporus und die Dardanellen passieren, wie eine Quelle aus militärdiplomatischen Kreisen am Dienstag RIA Novosti mitteilte.

    Begegnungen mit türkischen U-Boots sei bei dem hohen Schifffahrtsaufkommen im Raum der Meerenge eine Routinesache.

    Zuvor tauchten in verschiedenen Medien Mitteilungen auf, wonach der Zugang russischer Schiffe zu den Schwarzmeer-Engen durch eine Verschlechterung der russisch-türkischen Beziehungen erschwert werde.

    © Ruptly .
    Türkei erschwert russischen Schiffen Bosporus-Durchfahrt

    Laut Medienberichten seien die Schiffe gezwungen worden, lange auf eine Passiererlaubnis der Meerengen zu erwarten. Außerdem sei dem russischen Transportschiff „Jausa“ auf den Dardanellen ein türkisches U-Boot begegnet.

    Wie die Quelle präzisierte, schlossen die türkischen Schifffahrtsbehörden manchmal wegen dichten Nebels den Verkehr in den Meerengen bzw. öffneten wegen Verstopfung der Engen nur in jeweils eine Verkehrsrichtung.

    „Was die Begegnung mit dem türkischen U-Boot anbelangt, so gibt es hier nichts Außergewöhnliches. Diese U-Boote, wie auch andere Schiffe der türkischen Kriegsmarine, kursieren in beide Richtungen“, sagte die Quelle. 

    Der Vertrag von Montreux (auch Meerengen-Abkommen) vom 20. Juli 1936 gab der Türkei die volle Souveränität über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus zurück. Er ist noch heute in Kraft und regelt den freien Schiffsverkehr durch diese Gewässer.

    Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen ist ein internationales Abkommen zur Regelung des Seevölkerrechts. Es wurde am 10. Dezember 1982 in Montego Bay (Jamaika) geschlossen und trat am 16. November 1994, ein Jahr nach Hinterlegung der 60. Ratifikationsurkunde, in Kraft.

    Das Übereinkommen fasst das vorher geltende, in den Genfer Seerechtskonventionen kodifizierte Seerecht zusammen, legte die vorher umstrittene Breite des Küstenmeeres und seiner Anschlusszone fest und entwickelte die Regelungen zum Festlandsockel weiter.

    Dabei stützt sich das Abkommen neben dem älteren Grundsatz der Freiheit der Meere auf den neu eingeführten Grundsatz des gemeinsamen Erbes der Menschheit.

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    Themen:
    Russische Einschränkungen für die Türkei (60)
    Tags:
    Jausa, Dardanellen, Bosporus, Russland, Türkei