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11:35 21 August 2019
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    Türkische Militärs besetzen syrische Gebiete zur Deckung von IS-Ölschmuggel

    Türkische Militärs besetzen syrische Gebiete zur Deckung von IS-Ölschmuggel - Medien

    © YouTube / Programma Chrezvychainye Proisshestviya
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    Türkische Militärs haben an dem Hügel Tal Ziyab Befestigungsanlagen gebaut, um Deckung für die Tankwagen-Konvois mit syrischem Öl zu sichern, die von IS-Kämpfern über die Grenze geschmuggelt werden, wie Lifenews am Freitag berichtet.

    Lastwagen passieren ungehindert syrisch-türkische Grenze
    © Foto : Ministry of Defence of the Russian Federation
    Am 26. November drangen laut Lifenews mehrere türkische Verbände auf syrisches Territorium vor besetzten und den 50 Meter hohen Hügel. Die Infanteristen wurden beim Überqueren der Grenze von Baggern begleitet. Auf der gewünschten Höhe angelangt, machten sie sich an die Errichtung von Befestigungen. Zwei Tage später trafen vor Ort drei Panzer, zwei Schützenpanzer und mehrere gepanzerte Geländewagen ein.

    Mehr zum Thema: Türkei verlegt 20 zusätzliche Panzer an syrische Grenze

    Damit hat die Türkei offensichtlich vor, nicht nur das Territorium, auf dem Kurden leben, in zwei Teile zu trennen, sondern auch den Ölschmuggel aus Rakka zu sichern, den die IS-Kämpfer betreiben.

    Die Syrer sind überzeugt, dass sich die türkischen Militärs auf der Anhöhe befestigt haben, um allen Widerstand zu leisten, die die Lkws mit Öl angreifen sollten. Hier einige Meinungen:

    —  „Völkerrechtlich gesehen ist eine Herausforderung an die Souveränität von Syrien, und wir raten der syrischen Regierung, bei internationalen Gerichten offiziell dagegen  zu protestieren“, kommentiert ein örtlicher Einwohner die Situation. 

    —  „Früher wurden die Terroristen aus dem Hintergrund unterstützt, jetzt ist es aber die offizielle Handlungsweise der türkischen Armee, gegen die ein offizieller Protest in der Uno eingelegt werden muss. Die Syrer rufen auch die gesamte Bevölkerung des Landes auf, für ihre Heimat einzustehen, so schwer es auch sein mag.“

    — „Die Regierung Erdoğans ist überheblich, sie blickt auf eine lange Geschichte von Verbrechen und Überfällen zurück. Wir rufen die syrische Gesellschaft auf, nicht nur um jeden Meter, sondern auch um jeden Zentimeter der Arabischen Republik Syrien zu kämpfen. Und hier ist unser Versprechen an Erdoğan: Wir werden keinen einzigen Zentimeter preisgeben!“

    — „Nachdem die Fotos mit den Öl-Konvois veröffentlicht wurden, die in Richtung der syrisch-türkischen Grenze fahren, haben die syrischen Bürger endgültig das Vertrauen in ihre Nachbarn verloren.“

    — „Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen den IS-Verbrechen und Erdoğan.  Auch gibt es klare Beweise für den Ölschmuggel, der durch verbrecherische Operationen auf syrischem Boden unter Teilnahme der Türkei erfolgt.“

    — „Russland ist sich seiner Erklärungen sicher. Wenn es keine Beweise hätte, hätte es das nicht verkündet. Die Erfahrung zeigt, dass Russland glaubwürdige Informationen zur Verfügung stellt und eine Kooperation zwischen den Ländern anzubahnen versucht, wobei es eine reale Kraft ist.“

    Auch den Versprechungen des türkischen Staatschefs, seinen Posten zu verlassen, falls sich die Informationen über den Ölschmuggel bestätigen sollten, glauben die Syrer nicht. Und der Vorfall mit dem russischen Flugzeug sei ein Beweis dafür, dass sie damit Recht haben: „Was die Erklärung Erdoğans über seinen Rücktritt betrifft, so kann man ihm nicht glauben. Nachdem Russland eingegriffen und das Kräftegleichgewicht in der Region verändert hat, was Erdoğans Interessen in Syrien widerspricht, ähnelt er einem bösen Hund. Dann wird das russische Flugzeug abgeschossen. Das ist ein direkter Beweis dafür, dass Russland seine Interessen bedroht und den Erhalt von Ressourcen untergräbt; und genau das ist das Ziel der Türkei und nicht etwa die Menschenrechte“, so eine Meinung.

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    Tags:
    Panzer, Öl-Schmuggel, Recep Tayyip Erdogan, Rakka, Türkei, Syrien