11:32 24 Oktober 2017
SNA Radio
    Das russische S-400-Abwehrsystem in Latakia

    Warum die USA Angst vor russischen S-400-Raketen haben

    © Sputnik/ Dmitry Vinogradov
    Militär
    Zum Kurzlink
    277040170221

    Die U.S. Air Force ist besorgt, dass die Türkei einen russischen Bomber zum Absturz brachte und Russland somit zur Stationierung von solchen Flugabwehrsystemen in Syrien provozierte, die eine „tödliche Bedrohung“ für US-„Überlegenheitsjäger“ darstellen, schreibt The National Interest unter Berufung auf einen Vertreter in den US-Luftstreitkräften.

    Sechs US-Kampfjets F-15C (McDonnell Douglas F-15 Eagle), sowie sechs Jagdbomber F-15E (McDonnell Douglas F-15E Strike Eagle) seien im November auf der Basis Incirlik in der Türkei stationiert  worden.

    Diese  Flugzeuge seien  niemals berechtigt gewesen, den Luftraum der Türkei zu verteidigen, sogar wenn sie mit russischen oder syrischen Militärflugzeugen zusammenstoßen sollten. 

    Laut dem US-Magazin könnte sich dies nach dem Abschuss der russischen Su-24 durch die Türkei allerdings ändern.

    “Die U.S. Air Force hatte nicht damit gerechnet, dass die Türken den russischen Bomber abschießen. Noch weniger haben sie eine russische Antwort erwartet. Bald nachdem die Türken die Suchoi Su-24  zum Absturz gebracht hatten, haben die russischen Streitkräfte den Raketenkreuzer Moskwa zur  syrischen Küste verlegt. Das massive Kriegsschiff ist mit dem leistungsstarken S-300F Luftverteidigungssystem ausgestattet“, schreibt das Magazin.

    Das „gewaltige“ System sei eine tödliche Bedrohung für herkömmliche Kampfjets wie die F-15 und F-16, betont The National Interest. Zudem habe Russland das noch „furchterregendere“ S-400 Luftverteidigungssystem auf seiner Basis in Latakia stationiert, das Ziele, die weit im türkischen Territorium liegen, erfassen könne. Es werde auch befürchtet, dass Russland demnächst solche modernen Mehrzweck-Kampfflugzeuge wie die Su-30SM und Su-27SM3 in der Region einsetzen und stationieren werde. (bereits im Einsatz – Anm. d. Red.)

    „Der Abschuss der russischen Maschine und die nachfolgende umfangreiche Stationierung der russischen Waffen in Syrien machte aus der ganzen Sache ein Durcheinander", beschwerte sich der Sprecher der US-Luftstreitkräfte.

    Laut dem Magazin arbeiten die Vereinigten Staaten und die Türkei zurzeit an einer Vereinbarung, die US-Kampfflugzeugen erlauben würde, den türkischen Luftraum zu verteidigen.  Doch genauere Details werden erst noch besprochen.

    „Es sind auch Regeln für den Waffeneinsatz notwendig, um eine Wiederholung des Vorfalls mit dem von den Türken abgeschossenen  russischen Su-24 Kampfflugzeug, das die Grenze angeblich für 17 Sekunden überflogen hatte, zu vermeiden. Statt das Flugzeug zu begleiten, haben die Türken den russischen Jet einfach abgeschossen“, fügte die Zeitschrift hinzu.

    Zum Thema:

    Erdogan: Ein S400-Einsatz gegen türkische Jets in Syrien wird als Aggression gelten
    Russischer Raketenkreuzer bei Latakia eingetroffen: „Luftraum sicher“
    Putin nach Jet-Abschuss: Sicherheit der Piloten „mit allen Mitteln“ gewährleisten
    Russischer Verteidigungsminister: Fla-Raketensysteme S-400 werden nach Syrien verlegt
    Tags:
    Flugabwehrsystem, Su-30SM, Su-25SM, S-400, Türkei, Syrien, USA, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren