18:00 26 September 2020
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    In einem hypothetischen Krieg gegen Nato hätte Russland eine Reihe von Vorteilen, die ihm den Erfolg garantieren würden, schreibt Forbes-Kolumnist Loren Thompson. Dabei handelt es sich nicht nur um Atomwaffen.

    Wegen der aktuellen Spannungen zwischen Russland und der Nato taucht in den Medien immer öfter die Frage auf, ob es zu einem Krieg kommen könnte und, wenn ja, wie dieser ausgehen würde. Laut Loren Thompson hat sich die russische Armee in den letzten Jahren in verschiedenen Bereichen einen Vorsprung gegenüber dem westlichen Militärbund verschafft.

    In seinem Beitrag im US-Magazin Forbes geht der Kolumnist zuerst auf die Schwachstellen der Nato ein. So habe das Bündnis die Vorbereitung auf HighTech-Bedrohungen völlig ignoriert. „Nach 15 Jahren Kampf gegen die Rebellen in Südwestasien sind die Streitkräfte (der Nato – Red.) gut für den Krieg gegen unregelmäßige Kräfte wie Islamischen Staat (auch IS, Daesh — Red.) vorbereitet, jedoch nicht auf einen Gegner, der mit echten Panzern, Artillerie und Kampfflugzeugen bewaffnet ist.“

    Darüber hinaus würde Russland in einem hypothetischen Konflikt sein riesiges Territorium zum Vorteil nutzen können. Historisch habe Russland immer an Land gekämpft. Sein aktuelles Truppenaufgebot im Westen des Landes könne sehr schnell mobilisiert werden.

    Dabei würde es der Nato allerdings schwer fallen, ihre Luftwaffe einzusetzen, denn die russische Luftabwehr sei äußerst wirksam. „Das Gros des polnischen Luftraum zum Beispiel liegt in Reichweite der russischen Luftabwehr. Russische Raketensysteme können jedes Flugzeug abschießen, das nicht mit ausgeklügelten Jamming-Techniken ausgestattet ist.“ Hinzu komme, dass die Russen massive lokale Überlegenheit an taktischen Kernwaffen besitzen.

    Russland hatte 2010 ein auf zehn Jahre angelegtes Modernisierungsprogramm für Armee und Flotte begonnen, das mit rund 20 Billionen Rubel (rund 300 Milliarden Euro nach dem aktuellen Kurs) finanziert werden soll. Weitere drei Billionen Rubel sind für die Modernisierung der Produktionskapazitäten vorgesehen. Im Ergebnis soll der Anteil der modernen Waffen auf 70 Prozent wachsen.

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    Tags:
    NATO, Russland