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12:04 17 Oktober 2019
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    Das Schwarze Meer

    FSB dementiert Zwischenfall mit türkischem Schiff

    © Sputnik / Aleksei Naumov
    Militär
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    Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat die Berichte über einen Zwischenfall wegen der Behinderung eines russischen Schleppverbandes mit Ölplattformen durch ein türkisches Schiff dementiert.

    Zuvor war berichtet worden, dass ein russisches Küstenschutzboot und ein Raketenschnellboot ein türkisches Schiff zum Abdrehen gezwungen haben soll, nachdem dieses in Verletzung internationaler Schifffahrtsregeln die Route von russischen Schiffen der Energiefirma Tschernomorneftegaz mit Bohrinseln im Schlepptau gekreuzt und nicht auf Funksprüche reagiert habe. Einige westliche Medien bezeichneten dies sogar als eine „Konfrontation“ von Russland und der Türkei auf der See. 

    In einem Gespräch mit RIA Novosti hatte ein Sprecher des Unternehmens Tschernomorneftegaz zuvor mitgeteilt, dass die zwei Bohrinseln von einem Gasfeld bei Odessa  in das russische Territorialgewässer transportiert worden seien und  Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte diese nur wegen der erhöhten Terrorgefahr eskortiert hätten.

    Laut der Verwaltung der russischen Sicherheitsbehörde FSB für die Krim ist diese Situation und die Begleitung durch Militärschiffe aber ein vollkommen konventionelles Verfahren gewesen.

    „Nach dem Verbindungsaufbau hat das türkische Schiff auf Empfehlung des Schiffes der Schwarzmeerflotte und zur Gewährleistung einer sicheren Navigation seinen Kurs geändert und hat sich von dem russischen Konvoi  entfernt“, heißt es in einer Pressemitteilung der russischen Behörde.

    Der Abstand zwischen beiden Schiffen habe  mehr als zwei Seemeilen betragen. Dabei habe das türkische Schiff keinerlei Versuche unternommen, den Konvoi mit den Bohrinseln zu stoppen oder sie auf irgendeine  Weise zu behindern.

    Ein Sprecher des russischen Unternehmens Tschernomorneftegaz hatte zuvor mitgeteilt, dass die beiden Ölbohranlagen wegen der komplizierten internationalen Situation des Odessa-Gasfeldes in die russischen Territorialgewässer verlegt worden seien.

    In der Mitteilung des Unternehmens hieß es: „Unter Verletzung der internationalen Schifffahrtsregeln zur Verhinderung von Schiffskollisionen auf hoher See und den allgemein gültigen Normen der Seeschifffahrt hat das türkische Schiff dem Schiffskonvoi den Weg nicht freigegeben und versucht, mitten auf der Route des Konvois haltzumachen und damit bewusst eine Havariesituation hervorgerufen.“

    Am Sonntag hatte das russische Kriegsschiff „Smetliwy“ Warnschüsse auf einen türkischen Fischkutter abgegeben, um eine Kollision im nördlichen Ägäischen Meer zu verhindern. Der Zwischenfall ereignete sich rund 22 Kilometer vor der griechischen Insel Limnos.


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    Tags:
    Gasfeld, Bohrinsel, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Tschernomorneftegaz, Odessa, Türkei, Schwarzes Meer, Russland