20:49 24 Juni 2017
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    F-15E-Bomber verlassen die Türkei

    Wegen Russland? USA ziehen überraschend Bomber aus Türkei ab

    © Foto: US Air Force / Senior Airman Matthew Bruch
    Militär
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    Die USA haben überraschend zwölf F-15-Bomber von der Incirlik Air Base in der Südtürkei an ihren ständigen Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien verlegt. Dies berichtet das Portal Military.com unter Berufung auf das Europäische Oberkommando der Vereinigten Staaten.

    Die Maschinen seien erst im letzten Monat in der Türkei angekommen und sollten den türkischen Luftraum überwachen und IS-Stellungen in Syrien angreifen.

    Das Pentagon habe sich beeilt, den Vermutungen zu widersprechen, es gebe einen Zusammenhang zwischen der Verlegung der Kampfjets nach Großbritannien und der Spannung in den Beziehungen zwischen Moskau und Ankara.

    „Die Stationierung der F-15-Bomber (auf dem Stützpunkt Incirlik – d. Red.) war von vornherein nicht als unbefristet geplant“, zitiert das Portal den Pentagon-Sprecher Jeff Davis.

    Dabei sollen Pentagon-Vertreter bestätigt haben, so das Portal, dass am 15. Dezember nach einem Telefongespräch zwischen US-Generalstabschef Joseph Dunford und seinem russischen Amtskollegen Valeri Gerassimow sechs F-15C- und sechs F15E-Bomber Richtung Großbritannien abgeflogen waren.

    Zuvor war berichtet worden, dass die USA zusätzliche Kampfjets vom Typ F-15 sowie Jagdbomber vom Typ A-10 zur Incirlik Air Base entsandt hätten. Die F-15 sollten dem Pentagon zufolge die amerikanischen Bomber und Erdkampfflugzeuge unterstützen, die am syrischen Himmel operieren.

    Die amerikanische Luftwaffe fliegt seit August vergangenen Jahres – ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus – Angriffe in Syrien. Nach US-Darstellung richten sich die Angriffe gegen die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS), die nach Beginn des Einsatzes jedoch sogar expandieren konnte.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit dem 30. September auf Bitte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Angriffe gegen Objekte der Terrorgruppen Daesh und Dschabhat al-Nusra in Syrien.

    Am 20. November hatten Schiffe der Kaspi-Flotte aus einer Entfernung von rund 1.500 Kilometern auf sieben Ziele in den Provinzen Rakka, Idlib und Aleppo insgesamt 18 Marschflugkörper abgefeuert. Alle Ziele wurden getroffen.

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    Tags:
    Syrien-Einsatz, Bomber, F-15, Pentagon, Jeff Davis, Valeri Gerassimow, Türkei, USA, Russland
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