10:41 27 März 2017
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    Situation in Libyen

    Libyer vertreiben US-Spezialeinheiten mit Fotos auf Facebook

    © Sputnik/ Andrey Stenin
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    Libysche Milizen haben Soldaten der US-Army Special Forces aufgefordert, das Land zu verlassen, nachdem auf der Facebook-Seite der Luftstreitkräfte Libyens Fotos von ihnen veröffentlicht worden waren.

    Zuvor waren in dem Facebook-Account Fotos von Männern in Zivil mit US-Sturmgewehren gepostet worden.

    بتاريخ 14/12/2015 وعلي تمام الساعة السادسة صباحاً هبطت طائرة عسكرية أمريكية علي متنها 20 جندي أمريكي علي مهبط قاعدة الو…

    Posted by ‎رئاسة أركان القوات الجوية Libyan Air Forces‎ on Wednesday, December 16, 2015

    Später bestätigte ein Vertreter des Pentagons in einer Erklärung, dass diese Soldaten den Special Forces der US-Armee angehören. Sie hätten sich in dem Land unter Absprache mit den lybischen Behörden aufgehalten, betonte er.

    „Die US-Militärs sind am 14. Dezember nach Libyen gekommen, um einen Dialog mit Vertretern der libyschen Nationalarmee aufzunehmen. Während ihres Aufenthalts in Libyen hatten Mitglieder einer örtlichen Milizgruppe sie aufgefordert, das Land zu verlassen. Um einen Konflikt zu vermeiden, sind sie ohne weitere Zwischenfälle abgereist“, so der Sprecher.

    Seit der Entmachtung und Ermordung von Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 steckt Libyen in einer schweren Krise. Die inneren Widersprüche im Land haben zu einer Doppelherrschaft geführt: Das in allgemeiner Wahl gewählte Parlament tagt unter Leitung von Premier Abdallah at-Thani in Tobruk, während in Tripolis der islamistisch geprägte Allgemeine Nationalkongress mit dem von ihm gewählten Premier Omar al-Hasi an der Spitze regiert.

    Mehrere Teile Libyens werden von den Zentralbehörden nicht kontrolliert und zunehmend von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (Daesh) eingenommen.

    Daesh baut seine Präsenz in Libyen aus. Wie der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian in einem Interview mit dem Radiosender RTL gesagt hatte, rücken die an der libyschen Mittelmeerküste stationierten Extremisten in die zentralen Gebiete des Landes vor.

    Bereits Ende November war berichtet worden, dass die Terrorgruppe in der libyschen Hafenstadt Sirte ihr Hauptquartier eingerichtet hat und neu angeworbene Mitglieder nicht mehr nach Syrien und in den Irak, sondern nach Libyen gehen sollen. Damals warnte der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi davor, dass es in Libyen zu einem Konflikt wie in Syrien kommen könnte.

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    Tags:
    Spezialeinheiten, Spezialkräfte, US-Armee, Libyen, USA
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    Alle Kommentare

    • avatar
      bezumnyj2010
      GI Forces als Brückenkopf Bauer für Daesh !!!! Ich frage mich wer organisiert sämtliche Logistik für DAESH ?? NUR HANDVOLL Staaten sind dazu in der Lage und alles in Mittelmeer und restliche Geheimdienste sehen und können , wollen nichts tun .... so ist auch mit Flüchtlingsstrom .... MEINE FRSSE!!! WENN ALLE IN EU WIE ÒRBAN WÄREN DIESE SCHEISE IN IRAK UND SYRIEN WÄRE LÄNGST GESCHICHTE...
    • Wie üblich: Feige VSA! Vertreiben hilft - sollte in Europa auch so gemacht werden!
    • ziheihähh-baby
      na irgendwo muss osamas brut sich sammeln ...ein land weg nächstes usw.....
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      bluegreen
      Sorry aber Militärs sehe ich auf den Fotos nicht. Folglich sind es Paramilitärs und die brauchen nicht gefangen genommen werden, die können sofort erschossen werden.
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      Reini
      Nicht das die Libyer nun auch noch was gegen die Amis haben. Die merken was sie mal an Gaddafi hatten und spielen demnächst also auch Bumerang.
    • ziheihähh-baby Antwort anReini(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Reini, kaugummi und mc donalds reichen nicht mehr, gibt INTERNET-infos.....über wahre ziele von SAM.
    • avatar
      Schlußfolgerer
      Auch in Südostasien wollen sie „Demokratie, Freiheit und Menschenrechte“ in die Länder hinein putschen und bomben, damit sie so „glücklich aufblühen“, wie jetzt in Libyen, der Ukraine, dem Irak, Syrien, Afghanistan…

      Wir kommen auch noch dran, vom „amerikanischen Traum“ in einen Flächenbrand hinein missioniert zu werden, aber bis es unsere Leute bemerken, wird es zu spät sein.
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