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23:06 22 Oktober 2019
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    Soldaten der ukrainischen Armee

    Donezk: Trotz Waffenruhe zum Jahreswechsel – 300 ausländische Söldner im Konfliktraum

    © REUTERS / Gleb Garanich
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    Lage im Donbass (Winter 2016) (133)
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    Der Aufklärungsdienst der selbsternannten Volksrepublik Donezk (VRD) im Osten der Ukraine berichtet von der Ankunft ausländischer Söldner in den von Kiew kontrollierten Städten Artjomowsk und Mariupol. Das teilte das Verteidigungsministerium der Republik gegenüber Journalisten mit.

    „Nach Mariupol ist eine Gruppe türkischer Vertragssoldaten mit einer zahlenmäßigen Stärke von bis zu 100 Mann gekommen. Ihr Ziel sind Diversionen und Provokationen auf Militär- und Zivilobjekte im Küstengebiet der VRD und Russlands“, so die Militärbehörde.

    200 weitere ausländische Söldner mit dem Abzeichen der ukrainischen Streitkräfte halten sich laut der Behörde in Artjomowsk auf. Unter ihnen gebe es sowohl englischsprachige als auch polnisch-, slowakisch- und türkischsprachige Männer.

    „Der Aufklärungsdienst der VRD registriert auch eine Verlegung von Militärtechnik und Soldaten der ukrainischen Armee entlang der gesamten Trennlinie“, hieß es weiter.

    "So wurden im Raum von Nowosselowka vier Panzer, zwei Mehrfachraketenwerfer des Typs Grad, sechs Schützenpanzer, zwei Schützenpanzerwagen und 100 Soldaten gesichtet“, berichtet das Ministerium. 

    Außerdem seien im Raum der Ortschaften Mirnoje und Wolnowacha 14 Panzer, zwölf Selbstfahrlafetten Akazija, zwölf Mehrfachraketenwerfer Grad, sechs Schützenpanzer und 120 Militärangehörige zu beobachten.

    Im April 2014 hatte die ukrainische Staatsführung eine militärische Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine begonnen, die mit dem Februar-Staatsstreich nicht einverstanden gewesen waren. UN-Angaben zufolge sind im Laufe des Konfliktes mehr als 9.000 Menschen ums Leben gekommen.

    Die Regelung der Situation im Donbass wird unter anderem bei Treffen der Kontaktgruppe in Minsk besprochen, die seit September des vorigen Jahres bereits drei Dokumente zur Beilegung des Konflikts angenommen hat.

    Die Kontaktgruppe hat sich bei ihrer gestrigen Sitzung in Minsk auf die vollständige Feuereinstellung im Donbass während der Neujahrs- und Weihnachtsfeiertage geeinigt und zwar ab Mitternacht am 23. Dezember.

    Es wurde unter anderem der Stopp jeglicher Verlegung von bewaffneten Formationen in diesem Zeitraum in dieser Region vereinbart.

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