01:49 17 Oktober 2017
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    Russischer Außenpolitiker: Waffentest in Nordkorea gefährdet Sicherheit Russlands

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    Korea-Konflikt flammt wieder auf (142)
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    Beliebige Handlungen Nordkoreas bei der Umsetzung des Atomprogramms tangieren laut Konstantin Kossatschow, Chef des auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates (Oberhaus) die nationale Sicherheit Russlands.

    „Dieses Atomprogramm wird von einem Staat umgesetzt, das eine gemeinsame Grenze mit Russland hat“, betonte Kossatschow via Facebook. „Wladiwostok ist weniger als 700 km von Pjöngjang entfernt. Beliebige Aktionen Nordkoreas auf diesem Gebiet tangieren unmittelbar die nationale Sicherheit unseres Landes.“ 


     
    Mit diesem Test verstoße Pjöngjang ein weiteres Mal gegen den Geist des Vertrags über das umfassende Atomtest-Verbot, so der Außenpolitiker. „Ich spreche nur vom Geist, weil Nordkorea den Vertrag nicht unterzeichnet hat.“
     
    Dem 1996 zur Unterzeichnung vorgelegte Vertrag haben sich mittlerweile 187 Staaten angeschlossen. Der Vertrag ist allerdings bis jetzt nicht in Kraft getreten, weil er von 44 in der Beilage zum Vertrag aufgezählten Staaten ratifiziert werden soll. Nach dem jetzigen Stand wurde er von 36 Staaten, darunter von Russland, Großbritannien und Frankreich ratifiziert.  Die USA, China, Ägypten, Israel und der Iran hatten den Vertrag unterzeichnet, aber immer noch nicht ratifiziert. 
     
    „Washington, das sich als Spitzenreiter bei der Festigung von Non-Proliferation und nuklearen Abrüstung positioniert, hat bisher leider keine Schritte in diese Richtung unternommen“, so Kossatschow.

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    Wasserstoff-Bombe, Test, Konstantin Kossatschjow, Nordkorea