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    Kampfroboter „Uran-9“

    Russische Roboter, die Soldaten ersetzen sollen

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    In Russland wird aktiv an Robotersystemen gebastelt, die den Menschen unmittelbar im Kampf ersetzen sollen. Diese Roboter schießen, legen Minen, transportieren Munition und erfüllen weitere Aufgaben. Der Generalstab hat bereits ein entsprechendes Konzept.

    Wie der TV-Sender Swesda berichtet, wollen die russischen Streitkräfte die Palette der eingesetzten Robotersysteme erweitern. Diese sollen zunehmend Funktionen unmittelbar auf dem Kampffeld übernehmen.

    Zu den modernsten Entwicklungen zählt etwa der festgesteuerte Kampfroboter Argo. Er ist für Aufklärungs- und Patrouilleneinsätze geeignet. Seine Waffen sind auch gegen leichtgepanzerte Kampffahrzeuge effizient. Je nach der Modifikation hat der Roboter entweder Räder oder Gleisketten, kann aber auch schwimmen. 

    Dank dieser Eigenschaften ist dieses Robotersystem insbesondere bei Seelandungen einsetzbar, um Marineinfanteristen Deckung zu geben, die Küste zu erkunden und Güter für die beteiligten Soldaten zu transportieren. Sein maximales Gewicht samt Ausrüstung und Munition beträgt knapp über eine Tonne, die Geschwindigkeit an Land 20 km/h. Das Robotersystem ist mit einem 7,62-mm-Maschinengewehr und mit drei reaktiven Panzerbüchsen des Typs RPG-26 ausgerüstet. Ein solcher Roboter wurde bereits dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu auf einem Versuchsgelände bei Rschew präsentiert.

    Für Aufklärungs- und Kampfeinsätze ist auch das ferngesteuerte gepanzerte Roboter Platforma-M auf Gleisketten konzipiert. Er kann außerdem Patrouillen absolvieren und Militäranlagen bewachen. Bei Bedarf erzeugt der Roboter Rauchschwaden, legt Minen bzw. bahnt einen Weg durch das Minenfeld, transportiert Munition. Er kann zehn Stunden lang ununterbrochen fahren. Bei seinen möglichen Ausrüstungen handelt es sich um Maschinengewehre, Granatwerfer oder Panzerabwehr-Lenkwaffen des Typs Kornet.

    Für die Entwicklung neuer Militärroboter gibt es in Russland ein staatliches Zielprogramm mit der Laufzeit bis 2025. Das für Forschungsprojekte zuständige Komitee des Generalstabs hat außerdem ein Konzept entwickelt, das den Roboter-Einsatz bis zum Jahr 2030 beinhaltet.

    Land-  und seegestützte Roboter sowie unbemannte Luftfahrtzeuge kommen schon jetzt im Interesse der russischen Streitkräfte zum Einsatz. Der stellvertretende Verteidigungsminister Pawel Popow sagte vor wenigen Tagen: „Was die Effizienz solcher Systeme betrifft, sind praktische Drohnen-Missionen exemplarisch zu erwähnen. Genauer gesagt, geht es um die von ihnen gelieferten Daten der Videokontrolle und —aufklärung, die öffentlich vorgeführt werden, um den russischen Luftwaffeneinsatz in Syrien zu veranschaulichen.“   

    In den  nordkaukasischen Teilrepubliken Tschetschenien und Inguschetien setzt die russische Pioniertruppe bereits neue Roboter zur Entschärfung von Minen ein, wie Popow weiter sagte. Der Gleisketten-Roboter Uran-14 ist unterdessen in der Lage, komplizierte Brände zu löschen. Für diese Zwecke kann er Wasser aus benachbarten Gewässern holen. Und der Roboter Uran-6 kommt als Minenräumer zum Einsatz, indem er die versteckten Sprengsätze detonieren lässt.

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    Tags:
    Roboter, Uran-14, Kornet, Platforma-M, Argo, Russland