19:37 23 August 2017
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    Der Kampf gegen den IS in Irak

    Irak: USA nehmen bei Luftschlägen gegen IS-Bargeldlager bewusst Zivilopfer in Kauf

    © REUTERS/ Osama Sami
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    Trotz des hohen Risikos von zivilen Opfern in den naheliegenden Wohnhäusern hat die US-Luftwaffe einen Bombenangriff gegen ein Gebäude geflogen, in dem die Terrormiliz ihr Geld aufbewahrte, berichtet CNN.

    Zuvor war berichtet worden, dass die von den USA geführte Koalition mithilfe von 900-Kilo-Bomben am Wochenende ein Haus in der irakischen Stadt Mosul zerstört hatte. Weltweit berichteten Medien, dass dies bisher einer der wohl erfolgreichsten Luftschläge gegen den Islamischen Staat gewesen sei:  In dem Gebäude hätten die IS-Milizen Bargeldreserven für die Finanzierung ihrer Kämpfer in Höhe von Millionen Dollar aufbewahrt, so CNN.

    Die Luftoperation sei „extrem sensitiv“ erfolgt: Im Umfeld des Geldlagers befänden sich viele Zivilgebäude und die US-Luftwaffe sei somit ein großes Risiko eingegangen. Im schlimmsten Fall habe das US-Kommando mit „bis zu 50“ Zivilopfern gerechnet, berichtet CNN. Im Endeffekt seien aber „nur“ fünf oder sechs Zivilisten getötet worden. Um die Zahl der Opfer zu minimieren sei der Bombenangriff am frühen Morgen durchgeführt worden.

    In den vergangenen Wochen hätten US-Beamte erwähnt, dass jedes Ziel nun im Voraus einzeln betrachtet werde und bei den Luftschlägen auch „mehr Toleranz“ für Zivilopfer gezeigt werden könnte, um somit „bedeutendere Ziele“ zu erreichen, so der Sender.

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    Tags:
    Zivilopfer, Islamischer Staat, Irak, USA
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