10:17 19 April 2019
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    Der schwere Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ der Nordflotte

    Russland stellt strategischen Schiffbau wieder auf die Beine - US-Zeitschrift

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    In wenigen Jahren könnte die russische Marine einen neuen schweren Flugzeugträger in Dienst stellen. Jüngste Erklärungen von Vertretern der Branche und die aufgenommenen Vorbereitungsarbeiten sind laut der Zeitschrift The National Interest ein Zeichen dafür, dass Russland seine Fähigkeiten im Groß-Schiffbau wiedererlangt.

    Russland stelle einen strategisch wichtigen Zweig seiner Schiffbau-Industrie wieder auf die Beine: den Bau schwerer Flugzeugträger, so The National Interest. Nach dem Zerfall der Sowjetunion habe das Land dieses Know-how verloren. Zwei Jahrzehnte lang habe Russland diesen Industriezweig wieder aufgebaut. Inzwischen seien die Branchenaussichten recht positiv: Bis 2019 sollen die Werften wieder soweit sein, Flugzeugträger bauen zu können.

    Momentan verfüge die russische Marine nur über ein Exemplar eines solchen Schifftyps: die „Admiral Kusnecow“. Entstanden sei der Flugzeugträger zu Sowjetzeiten in Nikolaew, in der Schwarzmeer-Schiffswerft. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 habe Russland den Zugang zu dieser Werft – in der bis dato alle Flugzeugträger der sowjetischen Marine entstanden seien – verloren. Aus diesem Grund habe die Russische Föderation den Schiffbau innerhalb der neuen Staatsgrenzen neuaufbauen müssen, schreibt die Zeitschrift.

    Wie der Chef des staatlichen Schiffbaukonzerns USC, Alexej Rachmanow, Ende Dezember äußerte, wird Russland nach der Modernisierung der Werften bis 2019 über alles für den Bau von Großschiffen – auch Flugzeugträgern – Notwendige verfügen.

    Obwohl Rachmanow keine Auskunft darüber gegeben habe, wo genau der neue Schiffstyp gebaut werden solle, werden die Flugzeugträger höchstwahrscheinlich in den Docks der Sewmasch-Werft in Sewerodwinsk auf Kiel gelegt. Dieses Unternehmen sei als einziges mit der Modernisierung der „Admiral Gorschkow“ beauftragt worden – eines Flugzeugträgers, der unter dem Namen „Vikramaditya“ inzwischen nach Indien verkauft worden sei.

    © Sputnik . Alexander Petrow
    Umgebauter Sowjet-Flugzeugträger sticht zu Probefahrt in See

    Wie The National Interest schreibt, wird der Bau des neuen Flugzeugträgers rund zehn Jahre in Anspruch nehmen. Im vergangenen Jahr habe Russland eine neue Flugzeugträgergeneration vorgestellt: 23000E „Schtorm“ mit einer Wasserverdrängung von 100.000 Tonnen. Die Schiffskonstruktion siehe nuklearen Antrieb und eine Aufnahmekapazität von bis zu 90 Flugzeugen vor. Die Baukosten werden Schätzungen zufolge auf mindestens 5,6 Milliarden US-Dollar veranschlagt.

    Russland schaffe zurzeit die notwendigen Produktionsgrundlagen. Im vergangenen Jahr sei mit der Entwicklung eines elektromagnetischen Katapults für den Start der Flugzeuge vom Schiffsdeck begonnen worden.

    Zudem plane Russland in einer gewissen Zeit Schiffe zu bauen, die die gleichen Funktionen erfüllen könnten, wie die von Frankreich nicht gelieferten Hubschrauberträger „Mistral“, so The National Interest.

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    Flugzeugträger Admiral Kusnezow, Mistral, Alexej Rachmanow, USA, Russland