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12:04 20 September 2019
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    Die syrischen MiG-29-Jäger haben den russischen Su-25-Jets die Deckung gegeben

    Sowjetisches Erbe der syrischen Luftwaffe weiterhin kampffähig

    © Foto : Ministerio de Defensa de Rusia
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    Im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ ist die syrische Luftwaffe zwar nicht so effizient wie die russische, leistet aber ebenfalls ihren Beitrag. Ihr stehen Kampfjets aus sowjetischer Produktion zur Verfügung – und ein Teil der Piloten hat eine Ausbildung in Russland hinter sich.

    Syrische MiG-29-Jäger geben russischen Su-25 bei Kampfeinsätzen Geleitschutz
    © Foto : Ministry of defence of the Russian Federation
    Bei ihren Einsätzen gegen die Dschihadisten in Syrien werden die russischen Bomber seit einer Woche von syrischen Jagdflugzeugen begleitet. Dies wurde im Hinblick auf jenen Zwischenfall beschlossen, als eine russische Su-24 im Grenzgebiet von einem türkischen Kampfjet abgeschossen worden war.

    Wie der russische TV-Sender Swesda berichtet, gelten die noch in der Sowjetunion entwickelten MiG-29-Jäger als kampffähigste Flugzeuge der syrischen Luftwaffe. Syrien verfügt offenbar über mindestens 40 Maschinen dieses Typs. Vor einigen Jahren waren sie mit Hilfe russischer Fachkräfte modernisiert worden. Die Flugzeuge bekamen damals neue Waffen sowie Navigations- und Kommunikationsgeräte.

    Der Sender kommentiert: „Es wäre natürlich falsch, die Rolle der syrischen Luftwaffe zu überschätzen. Experten zählen die bestehenden Mängel auf – vor allem die moralische und die physikalische Veraltung der Maschinen, mangelnde Optionen für die Erneuerung, der Verlust an qualifizierten Fachkräften. Den syrischen Streitkräften stehen beispielsweise MiG-21-Jäger zur Verfügung, die in Russland allenfalls in Museen zu finden sind. Trotzdem gelingt es den Syrern auch mit diesen Waffen, militante Kämpfer zu attackieren und die nationalen Grenzen zu sichern. Etwa im November des vergangenen Jahres hatte die syrische Luftwaffe innerhalb einer Woche rund 180 Kampfeinsätze geflogen und dabei 670 Objekte der Terroristen angegriffen.“

    Die syrischen Luftstreitkräfte besitzen auch Su-24MK-Bomber. Deren Besatzungen hatten eine entsprechende Ausbildung im russischen Gebiet Krasnodar absolviert. Kurz vor dem syrischen Bürgerkrieg wurden diese Maschinen ebenfalls modernisiert. Nun können sie Präzisionsbomben KAB-500 und KAB-1500, aber auch Kh-59-Raketen tragen.

    Syrische Abfangjäger MiG-25 kommen zum Einsatz, um Aufklärungseinsätze in den nördlichen und östlichen Gebieten des Landes sowie Patrouillen an der türkischen Grenze zu absolvieren. Zu den Beständen zählen auch Mehrzweckjäger MiG-23.

    Medienberichten zufolge soll Syrien außerdem sechs russische Überschall-Abfangjäger des Typs MiG-31 erhalten haben, und zwar im Rahmen eines 2007 geschlossenen Vertrags. Diese Maschinen sind in der Lage, ihre Ziele aus sehr großer Distanz anzugreifen und bei Bedarf Kampfhandlungen in der Luft zu koordinieren. Eine offizielle Bestätigung für die Lieferung liegt nicht vor. Der russische Nahost-Experte Semjon Bagdassarow mutmaßte aber, eine solche Lieferung könne gewissermaßen als Antwort auf die Stationierung von F-16-Kampfjets in der Türkei betrachtet werden. 

    Im Hinblick auf die gemeinsamen russisch-syrischen Einsätze gegen den „Islamischen Staat“ sagte der Experte Jewgeni Selenow, Held Russlands und einstiger Militärpilot, diese Interaktion solle den syrischen Luftstreitkräften auf die Beine helfen, damit sie gegen die Terroristen auch selbständig operieren können.

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    Su-24, MiG-29, Terrormiliz Daesh, Russland, Syrien