17:54 16 Dezember 2017
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    Kiew dementiert Militärabzug aus Kontroll- und Koordinierungszentrum im Donbass

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    Lage im Donbass (Winter 2016) (134)
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    Die Ukraine hat ihre Vertreter aus dem Gemeinsamen Kontroll- und Koordinierungszentrum für die Waffenruhe im Donbass (SZKK) nicht abberufen. Das bestätigte der Donbass-Beauftragte des ukrainischen Präsidenten, Andrej Lyssenko, gegenüber RIA Novosti.

    „Die ukrainischen Vertreter des SZKK haben ihre Stellungen nicht verlassen. Sie sind weiter im Zentrum tätig“, so Lyssenko.    

    Zuvor hatte der russische OSZE-Botschafter Alexander Lukaschewitsch von einem geplanten Abzug des ukrainischen Militärs aus dem SZKK berichtet. 

    „Es wurde bekannt, dass den ukrainischen Militärs empfohlen wurde, praktisch alle Vertretungen des Zentrums in der selbsterklärten Volksrepublik Donezk (VRD) zu verlassen. Nur zwei Offiziere bleiben noch an einem der Orte“, wie  Lukaschewitsch mitteilte.    

    Auch die russische Seite des SZKK bestätigte am Dienstag die Abberufung der ukrainischen Offiziere aus den Beobachtungstellen des Zentrums in der VRD.

    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 eine militärische Operation gegen die selbsternannten Volksrepubliken Lugansk und Donezk eingeleitet. Nach jüngsten UN-Angaben hat der Konflikt bereits 9.000 Menschenleben gefordert. Die Beilegung des Donbass-Konflikts wird im Rahmen der Verhandlungsrunden der Kontaktgruppe in Minsk besprochen, die seit September 2014 drei Dokumente zur Deeskalation angenommen hat. Trotz der Waffenruhe gibt es weiter Schusswechsel zwischen den Konfliktparteien.

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    Tags:
    Waffenruhe, Uno, Gemeinsames Kontroll- und Koordinierungszentrum für Waffenruhe im Donbass (SZKK), OSZE, Alexander Lukaschewitsch, Andrej Lyssenko, Minsk, Lugansk, Donbass, Ukraine, Russland
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