08:38 11 August 2020
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    Korea-Konflikt flammt wieder auf (142)
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    Tokio will die nordkoreanische Rakete zerstören, sollte diese tatsächlich gestartet werden, wie die Agentur Kyodo am Freitag unter Berufung auf Regierungsquellen mitteilte. Japan reagierte damit auf einen angeblich für nächste Woche geplanten Raketenstart Nordkoreas.

    Den entsprechenden Befehl zum Abschuss einer solchen Rakete habe die japanische Regierung ihren Selbstverteidigungskräften bereits erteilt, heißt es.  Zuvor hatte Japans Außenminister Fumio Kishida erklärt,  die Regierung werde alles Mögliche tun, „um die Bürger des Landes zu schützen“. Zudem hatte der Generalsekretär des Kabinetts, Yoshihide Suga, bei einer Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass der Raketenstart unerwartet und ungemeldet erfolgen könne. 

    Die Nachrichtenagentur Kyodo hatte am Donnerstag berichtet, Nordkorea plane entgegen den entsprechenden UN-Resolutionen für kommende Woche den Start einer Langstreckenrakete vom Raketenstartplatz Sohae im Nordwesten des Landes aus.

    Das südkoreanische Militär bestätigte, dass die Rakete in den Raumbahnhof transportiert worden sei. Dennoch habe Pjöngjang bisher kein Durchfahrtsverbot für Schiffe in seiner Küstenregion verhängt, wie es vor einem Raketenstart üblich sei. 

    Die Situation in der Region hatte sich vor kurzem zusätzlich zugespitzt, als Nordkorea Anfang Januar den erfolgreichen Test einer Wasserstoffbombe meldete.  

    Nordkorea hatte sich im Jahr 2005 zur Nuklearmacht erklärt und im selben Jahr, 2006, 2009 sowie 2013 unterirdische Atomtests durchgeführt, auf die die Weltgemeinschaft mit Protesten reagierte. Als Antwort auf die Kernkraftaktivitäten Pjöngjangs verabschiedete der UN-Sicherheitsrat eine Reihe von Resolutionen, in denen von Nordkorea gefordert wird, seine Tätigkeiten im Atombereich einzustellen.

    Die Resolutionen 1718 und 1874 beinhalten neben Sanktionen auch die Forderungen an Nordkorea, weder Kernwaffentests noch Teststarts ballistischer Raketen durchzuführen sowie an den Verhandlungstisch zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zurückzukehren.

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    Reaktion, Raketenstart, Uno, Agentur Kyodo, Yoshihide Suga, Fumio Kishida, Japan, Südkorea, Nordkorea