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22:49 22 September 2019
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    Mini-Hubschrauber

    Russland baut Mini-Hubschrauber mit Panzerbüchsen

    © Sputnik / Evgeniy Biyatov
    Militär
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    Neue Waffen für russische Armee (670)
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    Die kleinen unbemannten Hubschrauber, die in Russland derzeit entwickelt werden, tragen nicht nur Aufklärungsgeräte, sondern bei Bedarf auch Waffen. Manche Drohnen sind wendig genug, um durch das Innere eines Gebäudes zu fliegen. Auch die Fähigkeit, einem Beschuss auszuweichen, soll durch neue Software erreicht werden.

    Bei der russischen Drohne Gorisont handelt es sich um einen winzigen Hubschrauber. Fachleute sagen, dass gerade unbemannte Systeme mit einer Nutzlastkapazität von rund 50 Kilogramm gute Aussichten haben. „Abmessungen, Reichweite und Multifunktionalität sind bei Drohnen dieser Klasse am wichtigsten“, sagte ein Sprecher des Herstellers KNIAT dem TV-Sender Swesda. 

    Gorizont G-Air S-100
    Gorizont G-Air S-100

    Drohne Zala 421-16E5
    © Sputnik / Vladimir Astapkovich
    Die Drohne Gorisont sei dank ihrer Eigenschaften in der Lage, praktisch an jedem Ort, bei jedem Wetter und rund um die Uhr zum Einsatz zu kommen. Sie habe ein Triebwerk von 55 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von rund 200 km/h, was für solche Luftfahrzeuge ausreiche, so der Sprecher.  

    Je nach der Situation kann die Drohne ein Wärmesichtgerät oder weitere elektronische Ausrüstungen tragen – beispielsweise für Aufklärung, Zielzuweisung oder elektronische Kampfführung. Als Senkrechtstarter braucht sie keine speziellen Startplätze oder Startrampen. Die Drohne kann auch von einem Schiff mitgeführt werden.

    Mehr zum Thema: Kalaschnikow will Drohnen bauen

    Eine andere Drohe mit dem Codenamen Woron-700 ist ebenfalls klein. Dabei kann sie nicht nur Beobachtungsgeräte, sondern bei Bedarf auch Waffen tragen. „Die Liste ist ziemlich substanziell – von einem Kalaschnikow-Maschinengewehr bis hin zu einer reaktiven Panzerbüchse. Die modernen Steuerungs- und Zielvorrichtungen ermöglichen verschiedene Waffen-Optionen. Auch weitere Waffen, die der russischen Armee zur Verfügung stehen, lassen sich an der Drohne befestigen“, sagte ein Fachmann des zuständigen Forschungsinstituts für Luftfahrtgeräte.

    Die 90 Kilogramm schwere Woron-700 kann mit einer Nutzlast von bis zu 50 Kilogramm eine Stunde lang in der Luft bleiben. Die Drohne ist so aufgebaut, dass das mitgeführte militärische Gerät auf bei einer Bruchlandung möglichst unbeschädigt bleibt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 150 km/h, die Dienstgipfelhöhe 2.500 Meter.

    Die Drohne wurde bereits von Experten des russischen Inlandgeheimdienstes FSB getestet. Dabei bestätigte sie ihre Fähigkeit, durch ein Fenster oder zwischen den Treppen in einem Haus zu fliegen sowie vor einem Gebäude zu schweben, um ihre Geräte oder Waffen einzusetzen. 

    Wie der Sender weiter berichtet, arbeiten die Entwickler auch daran, die Überlebensfähigkeit der neuen Drohnen zu erhöhen. Experimentiert wird etwa mit der Zahl der Rotoren – von denen kann es sogar mehr als fünf geben. Man tüftelt auch an neuer Software, damit die Drohne einem Beschuss ausweichen kann. Dabei wird versucht, die unbemannten Luftfahrzeuge möglichst preiswert zu gestalten.

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    Tags:
    Drohne, Woron-700, Drohne Gorisont, Kalaschnikow, KNIAT