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    T-50 (PAK FA)

    Russischer Kampfjet der 5. Generation wird mit brandneuen Waffen beispiellos stark

    © Foto: Dmitry Zherdin
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    Der russische Kampfjet T-50, der zur 5. Generation zählt und bald in Serie gehen soll, bekommt äußerst effiziente Waffen. Manche davon wurden eigens für ihn entwickelt – darunter auch eine neue Hyperschall-Rakete.

    Wie der russische TV-Sender Swesda berichtet, kann die T-50 mehr als zehn Tonnen Munition tragen. Es geht um Raketen sowie um gelenkte Flugzeugbomben. Insgesamt verfügt der Kampfjet über Präzisionswaffen von 14 Typen. Diese Waffen sind sowohl ihren russischen Vorläufern als auch ausländischen Pendants überlegen.

    Infografik: T-50 — Russlands Kampfjet der Zukunft

    So ist die Rakete Kh-74M2 in der Lage, viermal so schnell wie der Schall zu fliegen. Bei dieser Geschwindigkeit braucht sie nur wenige Sekunden, um ihr Ziel zu erreichen. Einem gegnerischen Kampfjet bleibt dann zu wenig Zeit, um dieser Attacke auszuweichen. Die näheren technischen Daten der Rakete werden geheim gehalten.

    Ein weiteres Novum ist die Rakete Kh-58USchK zur Bekämpfung gegnerischer Radaranlagen. Sie ist halb so lang wie die ältere Kh-58 und hat ein moderneres Fire-and-Forget-System. Ihre Tests sind erst kürzlich zu Ende gegangen.

    Innerhalb seines Rumpfes trägt der T-50-Kampfjet auch neue Luft-Luft-Lenkraketen verschiedener Reichweite. Sie sind fähig, Ziele in einer Entfernung von bis zu 200 Kilometern und in 25 Kilometer Höhe zu treffen. Im Vergleich zu älteren Modellen sind diese Raketen resistenter gegen elektronische Störungen und sensibler beim Aufspüren von Zielen.

    Zur Verfügung stehen bei Bedarf auch taktische Seezielflugköroper des Typs Kh-35UE. Ihre Reichweite beträgt 260 Kilometer, dabei fliegen sie möglichst tief, um von gegnerischen Flugabwehrsystemen nicht geortet zu werden. Ein solcher Seezielflugkörper reicht aus, um beispielsweise ein kleineres Raketenboot zu versenken. Zwei Treffer garantieren die Versenkung eines Zerstörers.

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    Boris Obnossow, Geschäftsführer der zuständigen russischen Tactical Missiles Corporarion, erläuterte: „Die Waffensysteme für die T-50 wurden parallel zu den Tests des Flugzeugs und seiner Bordsysteme entwickelt. Die Kampfeinsätze, die testweise absolviert wurden, krönten die Entwicklung des Kampfjets. Dessen Raketen sichern ihm große Möglichkeiten.“

    Vier russische Su-35-Jäger, die zur Generation 4++ zählen, testen bei ihrem derzeitigen Syrien-Einsatz Waffen, mit denen auch die T-50 ausgestattet werden soll. Der neue Kampfjet bekommt außerdem Waffensysteme, die eigens für sie entwickelt wurden. Eines davon ist nach Angaben des Senders eben die Hyperschall-RaketeKh-74M2.

    Infografik: Die Möglichkeiten des russischen Kampfjets Su-35

    Die ersten T-50-Maschinen sollen bereits im laufenden Jahr an die russischen Streitkräfte geliefert werden, obwohl die Serienproduktion voraussichtlich erst ein Jahr später beginnt. Der Sender kommentiert: „Dieser Kampfjet ist, ehrlich gesagt, nicht gerade der billigste, dafür aber der modernste und der am besten ausgestattete. Er hat einfach keine Pendants. Die nächsten Konkurrenten, darunter auch die amerikanische F-22 Raptor, sind praktisch in jeder Hinsicht unterlegen – darunter auch in Sachen Bewaffnung.“

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    Su-35, Kh-58USchK, Kh-74M2, T-50-Kampfjet, Boris Obnossow, Russland