09:00 23 September 2020
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    Die NATO erarbeitet eine neue Strategie, die es der Allianz ermöglichen wird, Entscheidungen im Fall eines Hybrid-Krieges gegen ein Allianzmitglied schneller zu treffen, wie die Wall Street Journal am Montag berichtete.

    Den Angaben zufolge soll das Dokument beim NATO-Gipfel im Juli in Warschau vorgelegt werden. Die Strategie enthält Maßnahmen, die das Bündnis im Fall von Druck vonseiten eines nicht befreundeten Staates zu ergreifen hat. Es gehe unter anderem um den Kampf gegen Hacker und Propaganda sowie um die Stationierung schneller Eingreiftruppen. „Methoden des Hybrid-Krieges sind dazu bestimmt, das Inkrafttreten des Artikels 5 der NATO-Satzung zur kollektiven Abwehr zu verhindern“, hieß es in dem Beitrag.

    „Der Hybrid-Krieg stellt eine Kombination diverser Aktivitäten dar“, sagte der tschechische General Petr Pavel, Vorsitzender des NATO-Militärausschusses. „Das Hauptziel dieses Krieges besteht darin, einen starken Druck auszuüben, der aber für das Inkrafttreten des Artikels 5 unzureichend ist. Auf diese Weise könnte (der Gegner) seine Aufgaben erfüllen, ohne eine Antwortreaktion des Opponenten zu provozieren“, sagte Pavel.

    Experten zufolge könnten hybride Bedrohungen unterschiedliche Formen annehmen, darunter die Unterstützung der politischen Opposition, Propagandasendungen und Schritte zur Kürzung von Energielieferungen.

     

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    Tags:
    Hybrid-Krieg, Strategie, NATO, Europa