11:27 16 Dezember 2019
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    Kampfroboter „Uran-9“

    Russland bringt Roboterpanzer und „Zukunftsbote“ Uran-9 auf den Weltmarkt

    © Foto : Rosoboronexport
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    Russland plant seinen neuen multifunktionalen Roboterpanzer „Uran9“ auf den internationalen Markt zu bringen, wie die Zeitschrift The National Interest berichtet.

    Der neue Uran-9 soll die regulären Kampfpanzer T-90 und T-14 Armata nicht ersetzen, sondern als zusätzlicher Feuerschutz für Spezialeinsatzkräfte und zur Fernerkennung eingesetzt werden, heißt es in der Mitteilung. Der Roboter ist mit einer 30-mm-Selbstladekanone, einem mit ihr gekoppeltem Maschinengewehr (Kaliber 7,62 mm) sowie Panzerabwehrlenkraketen „Ataka“ (Typ M120) ausgerüstet.

    „Mit der Aktivierung der Raketen „Ataka“ ist die Maschine gefechtsbereit und kann modernere Kampfpanzer aus einer Entfernung von bis zu 8.000 Metern vernichten. Der Roboter besitzt außerdem ein Lasersteuerungssystem“, so The National Interest weiter.

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    Nach Experteneinschätzung vom staatlichen Rüstungs-Exporteur Russlands Rosoboronexport kann der „Uran-9“sowohl bei lokalen Kampfhandlungen als auch bei Antiterror-Einsätzen Anwendung finden.

    „Russische Ingenieure besitzen alle notwendigen Kompetenzen, um moderne militärische Robotertechnik zu entwickeln, die auf dem Weltmarkt gefragt sein wird“, zitiert die Zeitschrift den Leiter der Abteilung für Analyse und langfristige Planung von Rosoboronexport, Boris Simakin.

    Dave Majumdar, Redakteur von The National Interest, weist weiter darauf hin, dass es im Westen derzeit keine dem „Uran-9“ entsprechenden Kampfmaschinen gibt, obwohl die USA schon seit 20 Jahren unbemannte Rüstungstechnik entwickeln.

    Video: Kampfroboter der Familie „Uran“

    „Es muss noch weiter an der Technologie gearbeitet werden, aber schon heute kann man den „Uran-9“ einen ‚Zukunftsbote‘ nennen“, merkte der Experte an und betonte, dass Roboterpanzer in Zukunft ihre bemannten Vorgänger komplett ersetzen können.

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    Tags:
    Raketen Ataka, Uran-9, Kampfpanzer T-90, Rosoboronexport, Boris Simakin, Dave Majumdar, Russland