15:54 22 November 2019
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    Kampfpanzer T-72 und T-55 in Irak

    Vize-Premier: Irak vertreibt IS mit russischen Waffen – Türkei macht Probleme

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    Die Erfolge der irakischen Armee im Kampf gegen den IS sind eine direkte Folge der russischen Waffenlieferungen an dieses Land, sagte der russische Vize-Premier Dmitri Rogosin im Interview mit dem russischen Wirtschaftsblatt „Kommersant“.

    Der „Islamische Staat“ sei vor allem dank den russischen Jagdbombern und russischer Heerestechnik aus seinen Stellungen vertrieben worden, die die Terrororganisation monatelang gehalten hatte, sagte der russische Spitzenpolitiker.

    In der vergangenen Woche sei der stellvertretende Regierungsvorsitzende an der Spitze einer nahezu hundertköpfigen Delegation aus Regierungs- und Unternehmensvertretern zu einer zweitägigen Arbeitsreise in den Irak aufgebrochen. Dort habe nach achtjähriger Pause eine Sitzung der russisch-irakischen Regierungskommission stattgefunden.

    Mehr zum Thema: Iraks Verteidigungsamt: Russische Waffen helfen im Anti-IS-Kampf

    Der russische Vize-Premier habe betont, dass Russlands Präsident Wladimir Putin dem Irak in seiner schwierigsten Stunde die Hand gereicht habe, indem er angewiesen habe, die Techniklieferungen im Eiltempo durchzuführen.

    Zudem habe Dmitri Rogosin deutlich gemacht, dass nach den Erfolgen der Iraker unverzüglich Probleme mit dem türkischen Truppenkontingent, das rechtswidrig in den Irak einmarschiert sei, aufgekommen seien: „Bei allen Verhandlungen mit den kurdischen, sunnitischen und schiitischen Vertretern gab man uns zu verstehen, dass der Irak das Auftauchen türkischer Truppen in einer Stärke von eineinhalbtausend Mann im Norden des Landes als eine Invasion, als eine Form der Aggression bewertet“, zitiert die Wirtschaftszeitung den Vize-Premier.

    Und: „De facto versucht die Türkei, die vorübergehende Postokkupations-Schwäche des Irak auszunutzen, um ihre Einflusszonen militaristisch auszuweiten.“

    Dabei habe der stellvertretende Regierungsvertreter klargestellt, dass ein Einsatz der russischen Luftwaffe im Irak nicht vorgesehen sei: „Davon war bei den vergangenen Verhandlungen keine Rede“, so Rogosin laut dem Wirtschaftsblatt.

    „Sie wollen schlicht, dass man sie nicht am Kampf hindert. Wir hingegen helfen ihnen, helfen mit Waffen. Sie treten kategorisch gegen das Auftauchen jeglicher Truppenkontingente auf ihrem Territorium auf – seien es die Türken im Norden des Landes oder sonst wer“, sagte der Vize-Premier.

    „Der Irak ist sehr besorgt, dass die Kämpfer infolge des erfolgreichen Vorgehens der russischen Luftwaffe in der Luft und der syrischen Regierungstruppen am Boden auf das irakische Territorium verdrängt werden könnten. Im Zusammenhang damit setzt der Irak auf die Verstärkung der Rolle des Koordinationsrates in Bagdad“, betonte der stellvertretende Vorsitzende der russischen Regierung.

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    Terrormiliz Daesh, Dmitri Rogosin, Türkei, Russland, Irak