19:57 24 Oktober 2020
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    Der iranische Verteidigungsminister, General Hossein Dehghan, wird in Moskau mögliche Lieferungen des Flugabwehrsystems S-300 und den Kauf von Mehrzweckjägern Su-30 besprechen, schreibt das US-Fachmagazin „The National Interest“.

    „Verteidigungsminister Dehghan wird den Kauf von russischen Su-30-Mehrzweckjägern besprechen, die nach Ansicht des Verteidigungsamtes von den iranischen Luftstreitkräften benötigt werden. Wir sind in den Verhandlungen recht weit fortgeschritten, sodass der Vertrag meiner Ansicht nach im Zuge des anstehenden Besuchs unterzeichnet wird“, zitiert das Fachblatt den Sprecher des iranischen Verteidigungsministeriums.

    In einem früheren Interview mit dem iranischen Fernsehen habe General Hossein Dehghan betont, dass Teheran die Modernisierung seiner Luftwaffe fokussiere und besonders den Jäger Su-30 ins Auge fasse, schreibt „The National Interest“. Genauere Details zur gewünschten Version des Kampfflugzeugs habe der iranische Verteidigungsminister nicht genannt.

    Ebenso könne sich Teheran für die Version Su-30M2 entscheiden: „Der Kauf dieser Modifikation des Jagdflugzeugs wird günstiger ausfallen, was angesichts der wirtschaftlichen Situation des Landes ein vernünftigerer Schritt wäre.“ Durchaus denkbar sei – so das Fachjournal –, dass die iranische Führung neben dem Kauf der Maschinen auch den Erwerb einer Lizenz für die Herstellung der Flugzeuge in Erwägung zieht.  

    Doch: „Der Iran wird wohl eine der neuesten Versionen brauchen – ähnlich wie die Maschinen, über die Indien, Malaysia, Algerien und Russland verfügen“, schreibt das US-Magazin.

    Mehr zum Thema: Lieferung russischer S-300-Flugabwehrraketen an Teheran

    „Die Indienststellung der Su-30 bei der iranischen Luftwaffe wird die Schlagkraft der Luftstreitkräfte, die momentan aus veralteten Mustern amerikanischer, chinesischer und russischer Bauart bestehen, deutlich erhöhen“, heißt es bei „The National Interest“.

    Die modernsten Flugzeugtypen im Bestand der iranischen Luftstreitkräfte seien gegenwärtig die US-amerikanische Grumman F-14 Tomcat und russische MiG-29. Den Rest stellten alte F-4 Phantom II und umgebaute F-5 Freedom Fighter sowie F-6 und F-7-Jäger nach in sowjetischer Lizenz in China gebauten MiG-19 und MiG-21, schreibt das Fachblatt.

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