10:58 30 März 2017
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    Vermittelt Türkei für IS beim Rekrutieren von Kämpfern?

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    Kampf gegen den IS (813)
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    Die türkischen Geheimdienste unterstützen laut dem russischen UN-Botschafter Vitali Tschurkin möglicherweise die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bei der Anwerbung neuer Kämpfer in der Türkei, um deren „Beteiligung am Syrien-Konflikt zu gewährleisten und sie möglicherweise nach Russland zu schicken.“

    „Nach vorliegenden Angaben haben IS-Vertreter mithilfe der türkischen Geheimdienste in Ankara ein breites Netz für die Anwerbung von Personen angelegt, die aus den GUS-Staaten in die Türkei kommen, um deren Beteiligung an dem Syrien-Konflikt zu sichern und sie möglicherweise nach Russland zu schicken“, heißt es in einem Brief von Tschurkin an die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates.

    Unter den Angeworbenen gebe es Bürger Kirgisiens und Aserbaidschans sowie einiger Regionen Russlands wie Adygeja, Tatarstan und Karatschai-Tscherkessien. Im September 2015 seien über 1000 aus Europa und Zentralasien angeworbene IS-Kämpfer aus der Türkei über den Grenzübergangspunkt Gaziantep nach Syrien überführt worden, so der Brief weiter. 

    „Weiteren Informationen zufolge werden die Waffenlieferungen an Terrorgruppen in Syrien fortgesetzt, den Gewinn bekommen Organisationen mit Sitz in der Türkei“, erklärt Tschurkin in seinem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat.

    Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) stellt heute eine der größten Bedrohungen für die Weltsicherheit dar. Die IS-Mitglieder haben in den drei zurückliegenden Jahren große Gebiete des Irak und Syriens besetzt und versuchen jetzt, ihren Einfluss auf Nordafrika, darunter Libyen, auszudehnen. Nach unterschiedlichen Schätzungen erstrecken sich die vom IS kontrollierten Gebiete, in denen ein „Islamisches Kalifat“ ausgerufen wurde, über insgesamt 90.000 Quadratkilometer.

    Das russische Verteidigungsministerium hatte bereits im Dezember 2015 Beweise dafür vorgelegt, dass die IS-Gruppierung am Transport großer Mengen Öl über die syrische Grenze in die Türkei beteiligt ist.

    Wie der türkische Präsident Tayyip Erdogan Ende November gesagt hatte, werde er zurücktreten, falls Beweise dafür auftauchen sollten, dass seine Familie mit dem Ölgeschäft des IS verbunden sei.

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    Tags:
    IS-Terroristen, Terrormiliz Daesh, UN-Sicherheitsrat, Uno, GUS, Witalij Tschurkin, Türkei, Syrien, Russland
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    Alle Kommentare

    • avatar
      simeht
      Der ErdoWahn ist eine schlimme Krankheit
      Das Türkische Volk und seine Regierung sollte alles daran setzen sich von dieser bösen Krankheit zu befreien, also heilen. Angefangen vom Stadtpräsidenten bis zum einfachen „Mann“ auf der Straße. Ich habe aber großes Vertrauen, dass sie das schaffen werden.
      Ich hoffe es sehr!
    • hertzi50
      Die Türkei hat sich doch als demokratischer Staat abgeschafft . Sie schadet sich mit Erdogan so sehr das alles was die moderne Türkei ausmacht auf dem Spiel steht.
    • Zwiedenk
      Die Türken sollten sich langsam klar werden, daß dieser Irre sie in den Abgrubnd führt. Auch in Deutschland gab es mal einen, der regulär gewählt wurde und 12 Jahre später einen Trümmerhaufen hinterließ. Das Elend ist nur, daß dieser Irre die Untersützung der dummen anatolischen Ziegenhirten hat. In den Städten sieht das schon wieder ganz anders aus, vor allem in Istanbul.
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