10:46 15 August 2020
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    Neue Waffen für russische Armee (670)
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    Deutschland und Frankreich arbeiten gemeinsam an der neuen Generation eines Kampfpanzers – als Gegengewicht zum russischen „Armata“, schreibt das US-Fachmagazin „The National Interest“.

    Angesichts der „neuaufkommenden Bedrohung“ vonseiten Russlands mache sich Deutschland an die Entwicklung einer neuen Panzergeneration, die in Fachkreisen bereits auf den Namen „Leopard 3“ getauft worden sei. In den kommenden Jahrzehnten werde die Bundeswehr sich jedoch weiterhin auf den Leopard 2A7 verlassen müssen, schreibt das US-Journal.

    Diesen seit langem überfälligen Schritt habe Berlin getan, nachdem es die Bundeswehr seit dem Ende des Kalten Krieges über zwei Jahrzehnte lang ignoriert habe.

    Infografik: Russlands neuer Superpanzer T-14 “Armata”

    Kurz- und mittelfristig werde Deutschland sich jedoch auf die Modernisierung des bereits mächtigen Leopard 2A7 konzentrieren, damit dieser Panzer dem neuesten russischen T-14 Armata Widerstand leisten könne. Langfristig, in den 2030er Jahren – das räume Deutschland ein – werde der Leopard ausgetauscht werden müssen. Daher hätten die Deutschen gemeinsam mit den Franzosen die Entwicklung des Main Ground Combat System – kurz MGCS – in Angriff genommen.

    Armin Papperger, der Vorstandsvorsitzende der Rheinmetall AG, habe erklärt, dass die Arbeiten am MGCS bereits im Gange seien, heißt es im US-Fachblatt. Bislang habe Deutschland nur einen Partner bei diesem Projekt, rechne aber damit, dass auch andere europäische Länder sich dem Vorhaben anschließen werden. Bis 2017 solle das neue Panzerkonzept stehen.

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    Das größte Augenmerk bei der Entwicklung liege auf der Erhöhung der Schlagkraft – eine direkte Konsequenz aus dem russischen Armata-Programm, welches in erhöhtem Maße auf den aktiven Schutz ausgelegt sei, schreibt „The National Interest“.

    „Die Zeit wird zeigen, ob Deutschland seine Pläne wirklich verwirklicht. Denn Deutschland ist zwar bei den gepanzerten Kampffahrzeugen führend, aber Berlin ignorierte die Bundeswehr jahrzehntelang“, resümiert das Fachmagazin.

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