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22:49 13 Oktober 2019
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    Kanadischer Außenminister Stephan Dion und Ukrainischer Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk

    Kanadas Außenministerium dementiert: Zu letalen Waffen wird mit Kiew nicht verhandelt

    © REUTERS / Valentyn Ogirenko
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    Waffenlieferungen an Ukraine (115)
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    Kanada führt keine Verhandlungen mit der Ukraine über mögliche Lieferungen letaler Waffen, wie Sputniknews mit Verweis auf das Außenministerium des Landes mitteilt.

    Zuvor hatte der Pressedienst der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) nach dem Treffen des ukrainischen Vize-Parlamentschefs Andrej Parubij mit der Führung des kanadischen Verteidigungsministeriums mitgeteilt, die Ukraine und Kanada würden eine mögliche Lieferung letaler Waffen an Kiew erörtern.

    „Kanada unterstützt weiter die Bemühungen der Ukraine zur Erhaltung der Souveränität, Sicherheit und Stabilität, doch momentan verhandelt Kanada mit der Regierung der Ukraine nicht direkt über eine möglichen Lieferung letaler Waffen“, so ein Sprecher des Außenministeriums.

    Kiew hatte den Westen, darunter auch Kanada, regelmäßig um militärische Hilfe ersucht. Moskau warnte indessen mehrfach vor Waffenlieferplänen an die Ukraine, da dieser Schritt nur zu einer Eskalation des Konflikts im Donbass führen werde. Die meisten europäischen Politiker haben sich gegen Waffenverkäufe an die Ukraine ausgesprochen. So erklärte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Waffenlieferungen an die Ukraine seien sehr riskant und kontraproduktiv bei der Überwindung der Krise.

    Die Behörden der Ukraine hatten im April 2014 eine Militäroperation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk und Donezk gestartet, die nach dem nationalistischen Umsturz im Februar 2014 in Kiew ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Nach den jüngsten Angaben der Uno hat der Konflikt bisher mehr als 9.000 Menschenleben gefordert.

    Die Regelung der Situation im Donbass wird bei den Treffen der Kontaktgruppe in Minsk erörtert, wo seit September 2014 drei Dokumente verabschiedet wurden, in denen Schritte zur Deeskalation des Konflikts festgelegt sind, zu denen auch der Waffenstillstand gehört. Aber selbst nach Vereinbarung der Waffenruhe gibt es weiter Schusswechsel zwischen den Konfliktparteien.

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    Oberste Rada, Andrej Parubij, Kanada, Ukraine