Widgets Magazine
04:29 19 Oktober 2019
SNA Radio
    Su-30

    Exportaussichten für Suchoi-Kampfjets: „Indien, China u. a. stehen Schlange“

    © Wikipedia/ Sergey Krivchikov
    Militär
    Zum Kurzlink
    Russlands Waffenexporte (275)
    151199
    Abonnieren

    Die durch den Syrien-Einsatz angefachte ausländische Nachfrage nach russischen Suchoi-Kampfjets soll einem Zeitungsbericht zufolge in nächster Zukunft Dutzende Maschinen jährlich betragen. Besonders groß ist das Interesse in Asien.

    Die Tageszeitung „Iswestija“ schreibt am Donnerstag, das Interesse ausländischer Auftraggeber an russischen Kampfjets habe im Hinblick auf den Syrien-Einsatz deutlich zugenommen: „Algerien, Indien, China, Indonesien stehen buchstäblich Schlange. Wie der Chef des zuständigen staatlichen Waffenexporteurs Rosoboronexport, Anatoli Issajkin, mitteilte, hatten Flugzeuge und Hubschrauber im vergangenen Jahr 41 Prozent aller Aufträge ausgemacht – dieser Anteil entsprach einem Gesamtwert von fast 5,3 Milliarden US-Dollar. 

    Mehr zum Thema: Länder „stehen Schlange“ nach russischen Kampfjets

    Die indischen Streitkräfte wollen nach Angaben der Zeitung zusätzlich 40 russische Su-30MKI-Jäger im Gesamtwert von drei Milliarden Dollar kaufen. Bis zum Jahr 2018 soll die Zahl solcher Maschinen in Indien auf 272 steigen.

    Kasachstan kaufte im laufenden Jahr vier Su-30SM-Kampfjets und will in nächster Zukunft deren Gesamtzahl auf mindestens 24 erhöhen. Dieselbe Modifikation interessiert auch den Iran. Beim jüngsten Moskau-Besuch des iranischen Verteidigungsministers Hossein Dehghan wurde angekündigt, das Land wolle neben den eigentlichen Maschinen auch die Lizenz erwerben, um sie dann selbständig zu bauen.

    Ruslan Puchow, Chef der russischen Denkfabrik CAST, sagte dem Blatt: „Zwar darf Teheran binnen sieben Jahren keine Militärtechnik ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates kaufen, doch der Trend ist wichtig. Algerien verhandelt unterdessen über den Kauf von zwölf russischen Jagdbombern des Typs Su-34. Künftig könnte dieses afrikanische Land nach unserer Einschätzung bis zu 40 solche Maschinen kaufen. Als erster Importeur könnte sich allerdings Vietnam erweisen.“

    Die Nachfrage nach russischen Suchoi-Kampfjets könnte innerhalb der nächsten fünf Jahre insgesamt mindestens 200 Maschinen betragen, prognostiziert Puchow. Dann ist entscheidend wichtig, ob die russische Rüstungsindustrie in der Lage wäre, diese Nachfrage zu decken. Nach Ansicht des Blattes ist die Aufgabe machbar: Allein der russische Hersteller Irkut schaffte es im vergangenen Jahr, mehr als 60 Jagdflugzeuge des Typs Su-30MK und Su-30SM an seine Auftraggeber zu liefern.

    Dabei exportiert Russland nicht nur bewährte, sondern auch nagelneue Kampfjets. China soll beispielsweise 24 Su-35-Jäger im Gesamtwert von zwei Milliarden US-Dollar bekommen. Auch Indonesien nimmt solche Maschinen ins Visier, um seine veralteten F-5-Jäger zu ersetzen.

    Infografik: Die Möglichkeiten des russischen Kampfjets Su-35

    Der russische Luftwaffeneinsatz in Syrien hatte am 30. September 2015 begonnen. Mitte Februar 2016 sagte Alexander Klementjew, Vizechef der Holding Suchoi: „Was in Syrien geschieht, muss zweifelsohne sorgfältig analysiert werden. Die daraus zu ziehenden Konsequenzen werden uns vermutlich helfen, die Möglichkeiten unserer Kampfjets zu erhöhen.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Russlands Waffenexporte (275)

    Zum Thema:

    Putin: Russland wird Präsenz auf Rüstungsmärkten ausweiten
    Modernste russische Waffen im Kampfeinsatz: „Entlein“ und Drohnen
    Su-35 als künftiger Exporthit: „Gute Alternative zu US-Waffen“
    “National Interest”-Ranking: Russlands “Top Gun”-Flugzeuge
    Tags:
    Su-35, Su-30, Suchoi, Rosoboronexport, Anatoli Issajkin, Russland