10:58 30 März 2017
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    Libyen: IS-Terrormiliz greift Sabratha an elf Personen enthauptet

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    Kampf gegen den IS (813)
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    Bei Zusammenstößen mit Kämpfern der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) in der westlibyschen Stadt Sabratha sind mindestens 17 Angehörige der örtlichen Sicherheitskräfte getötet worden, wie die Agentur Reuters mit Verweis auf Behörden vor Ort mitteilt.

    Wie der Bürgermeister Sabrathas gegenüber der Agentur mitteilte, gab es am Dienstagabend sechs Tote bei bewaffneten Zusammenstößen mit IS-Kämpfern. 

    Weitere elf Personen wurden ihm zufolge enthauptet, als die Terror-Kämpfer das Gebäude des Sicherheitsdirektoriums im Stadtkern für kurze Zeit einnehmen konnten. Später konnten die Terroristen jedoch aus der Stadt verdrängt werden.   

    Am Freitag hatten US-Kampfjets Luftschläge gegen die libysche Stadt Sabratha ausgeführt. Der Angriff richtete sich gegen den tunesischen Extremisten Nureddin Shushan, der der Teilnahme an zwei Terroranschlägen in Tunesien verdächtigt wird. Der Luftangriff forderte 49 Tote, darunter auch Ausländer. 

    Seit dem Sturz von Muammar al-Gaddafi im Oktober 2011 steckt Libyen in einer tiefen Krise. Im Land ist eine Doppelherrschaft entstanden: Einerseits das bei den allgemeinen Wahlen gewählte Parlament in Tobruk im Westen des Landes, andererseits der proislamische Allgemeine Nationale Kongress in Tripolis. 

    Mittlerweile werden weite Gebiete nicht mehr von den Behörden kontrolliert. In den letzten Monaten haben Daesh-Terroristen, die mehrere Regionen in Syrien und im Irak kontrollieren, ihre Aktivitäten in Libyen verstärkt.

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    Tags:
    Anti-Terror-Kampf, Reuters, Terrormiliz Daesh, Muammar al-Gaddafi, USA, Irak, Syrien, Libyen
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    Alle Kommentare

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      Die VSA sind bereits vor Ort.
      Wo bleiben wir? Wir müssen schnell reagieren, bevor die VSA uns das Wasser abgraben.
    • Matthias Pester
      Tolles Ergebnis des sogenannten arabischen Frühlings. nach dem Sturz von Gaddafi gingen die Dschihadisten nach Mali. Das Gaddafi Regime war wie das Assad-Regime sozialistisch und Partner Russlands. Die Destabilisierung dieser Länder war also de facto kein arabischer Frühling, sondern der US-amerikanische Kampf gegen den Sozialismus und indirekt gegen Russland. Das Ergebnis ist grauenhaft, da das Krebsgeschwür "Islamischer Staat" offenbar nicht zu bekämpfen ist.
    • avatar
      billyvor
      Wie war das Ms. Clinton?
      "We came. We saw. He died" .......

      Alles wird "besser", wenn Ms. Clinton erst US-Präsidentin ist. Was den USA bei Gaddafi ein Leichtes war, sollte ihnen auch jetzt möglich sein. Notfalls wird Libyen eben kurz und klein gebombt, so lange, bis ein den USA Genehmer auf den Thron gesetzt werden kann.
      Das Durcheinander dort, ist ja seit 5 Jahren nicht auszuhalten...

      Wer Ironie findet .........
    • Andrew Farkas, In Lybien?
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