17:15 14 Dezember 2019
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    Teheran erklärt Wende in militärtechnischer Kooperation mit Moskau

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    Lieferung russischer S-300-Flugabwehrraketen an Teheran (44)
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    Die Zusammenarbeit zwischen dem Iran und Russland im militärtechnischen Bereich hat sich in den vergangenen zwei Jahren stark gewandelt, wie der iranische Verteidigungsminister Hossein Dehghan am Sonntag sagte.

    Der Iran habe die Verhandlungen zu dem Land nötigen Waffenlieferungen eingeleitet und eine Reihe von Verträgen abgeschlossen, die jetzt erfüllt werden sollten, zitiert die Agentur Irna den Minister.  

    Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte am 22. Februar mit seinem iranischen Amtskollegen und dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani den Verkauf von S-300-Raketenkomplexen neuer Generation an Teheran besprochen. 

    Der Iran hatte bereits 2007 Luftabwehrraketen vom Typ S-300PMU-1 im Wert von rund 900 Millionen US-Dollar bestellt. Im September 2010 legte der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew die Lieferung auf Eis. Begründet wurde die Entscheidung mit den Sanktionen des UN-Sicherheitsrats, welche die Lieferung moderner Waffen an den Iran untersagten. Die Sanktionen waren wegen des iranischen Atomprogrammes verhängt worden.

    Daraufhin verklagte Teheran Russland vor dem Internationalen Schiedsgericht in Genf auf vier Milliarden US-Dollar. Im April dieses Jahres hob Russland das S-300-Lieferverbot für den Iran wieder auf, nachdem sich die Sechsergruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) mit dem Iran auf die Eckpunkte der Beendigung des Atomstreits geeinigt hatte.

    Im Juni teilte der für die militärtechnische Zusammenarbeit zuständige Präsidentenberater, Wladimir Koschin, mit, dass Moskau und Teheran einen Vertrag über die Lieferung von S-300 vorbereiten. Im November verkündete der Leiter des Staatskonzerns Rostech, Sergej Tschemesow, das Inkrafttreten des Vertrages.  

    Teheran erwartet, dass die erste Lieferung noch im ersten Halbjahr 2016 zugestellt wird.   

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    S-300-System, UN-Sicherheitsrat, Rostech, Dmitri Medwedew, Hassan Rouhani, Sergej Tschemesow, Hossein Dehghan, Russland, Iran